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Stadt Peine Die „Addams Family“: Voller Erfolg trotz einiger leerer Plätze
Stadt Peine Die „Addams Family“: Voller Erfolg trotz einiger leerer Plätze
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20:00 26.01.2019
Vom Comic über Film und Fernsehen auf die Musical-Bühne: Die Addams Family hinterließ einen bleibenden Eindruck.
Vom Comic über Film und Fernsehen auf die Musical-Bühne: Die Addams Family hinterließ einen bleibenden Eindruck. Quelle: Grit Storz
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Peine

Dreimal das berühmte Fingerschnippen und zack, da waren sie wieder, die lustigen Gruselerinnerungen an das eiskalte Händchen, Onkel Fester, Morticia und Co. von der gruftigen Addams Family – bekannt aus Film und Fernsehen.

Die Besucher, die bis zum Schluss blieben, erlebten knappe drei Stunden beste Unterhaltung mit skurrilem Humor aus der Gruft. Allen voran legte Alexander Prosek als lispelndes Familienoberhaupt Gomez einen grandiosen Auftritt hin. Er sang und tanzte sich wie ein Wirbelsturm in die Herzen des Publikums. Nicht minder dramatisch agierte Marysol Ximénez-Carrilo als seine kühl-despotische Frau Morticia mit den Grusel-Kindern Pugsley und Wednesday.

Gruseleffekte und toll gesungene Lieder

Die Handlung des Musicals ist so banal wie verzwickt: Es geht um Liebe, Gegensätze, Fürsorge und Erwachsenwerden – in allen Facetten und vielleicht nicht auf die ganz so herkömmliche Art. Trotz aller Gruseleffekte, absonderlicher Kostüme und verquerer Aussagen ist das der Grundgedanke des Stücks und wurde mit vielen witzigen Effekten und toll gesungenen Liedern herausgestellt.

Besonderes Bonbon: Ein Orchester begleitete die Darsteller live und war sehr gut auf die einzelnen Künstler eingespielt. Immer wieder gab es Szenenapplaus. Egal ob die Spießerfamilie Beinecke das absurde Leben der Addams Family samt mondsüchtigem Onkel Fester widerlich fand, ob Morticia als männermordender Vamp alle Register zog oder Gomez hin- und hergerissen zwischen Frau und Tochter seine Grundsätze über Bord warf – immer überzeugte das Ensemble als harmonisches Ganzes. Rauschender Applaus belohnte für einen Abend, den keiner so schnell vergessen wird.

Von Grit Storz