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Stadt Peine Der Drive-In-Schalter wird in Pompeji noch gesucht
Stadt Peine

Der Drive-In-Schalter wird in Pompeji noch gesucht

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09:00 30.12.2020
Die rund 2000 Jahre alte Imbissbude in Pompeji. Sie ist seit dem Vesuvausbruch nicht mehr in Betrieb genommen worden. Quelle: dpa
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Pompeji

Archäologen haben im italienischen Pompeji eine rund 2000 Jahre alte Imbissbude ausgebuddelt. Sie fanden dabei auch die Skelette eines kleinen Kindes und eines Hundes. So gefährlich war Fast Food damals schon! Colaflaschen und Berge von Papier- und Pappmüll fanden sie allerdings nicht. Auch keine Einwegpieker für die Pommes.

Das Verkaufs-System im antiken Imbiss war bereits recht gut durchdacht. An der Theke waren Löcher, in die Gefäße mit Speisen herabgelassen wurden. Darin blieben sie warm. Oder man konnte Gewürzgurken, Majo und Ketchup dort lagern.

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Pompeji, das beim Ausbruch des Vesuvs verschüttet wurde, hatte recht schmale Straßen, durch die nur ein Pferdefuhrwerk passte. Gegenverkehr war nicht möglich. Es muss also ein Einbahnstraßensystem gegeben haben. Ob der ausgegrabene Schnellimbiss trotz dieser komplizierten Straßenverhältnisse auch einen Drive-In-Schalter hatte, konnten die Archäologen noch nicht herausfinden.

Möglicherweise war der ausgegrabene kleine Junge der Bote, der die Bestellung am Drive-In aufnahm und die Speisen dann ans Pferdefuhrwerk brachte. Oder er hatte die Aufgabe, ständig nervige Pieplaute von sich zu geben, damit die Kunden nicht zu lange im Laden bleiben. Ein System, das McDonalds und Co. übernommen haben.

Aber keine Sorge: Sollten Sie bei McDonalds in Peine einen Knall hören, ist nicht der Vesuv ausgebrochen und sie werden auch nicht gleich unter Asche und Lava begraben. Da hat nur jemand sein Tablett fallen lassen.

Von Matthias Preß