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Stadt Peine Debatte über neues Gewerbegebiet
Stadt Peine Debatte über neues Gewerbegebiet
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19:00 29.09.2018
Die graue Fläche zeigt das mögliche neue Gewerbegebiet. Links davon befindet sich an der Eschenstraße die BGE.
Die graue Fläche zeigt das mögliche neue Gewerbegebiet. Links davon befindet sich an der Eschenstraße die BGE. Quelle: Archiv
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Peine

Nicht nur die nach hitziger Debatte letztlich einstimmig beschlossenen „Maßnahmen gegen das Insektensterben“ haben am Donnerstagabend den Peiner Rat beschäftigt (PAZ berichtete), auch das geplante neue Gewerbegebiet bei Essinghausen war Thema.

Wie bereits berichtet, plant die Stadt Peine auf der Fläche zwischen Peine, Essinghausen und dem Ascherslebener Kreisel ein neues 25 Hektar großes Gewerbegebiet. In der Begründung heißt es, dass die Fuhsestadt für die Profilierung als Wirtschaftsstandort aktuell großflächige Gewerbegebiete mit guter Verkehrsverbindung für Firmenansiedlungen benötige – und dieser Standort sei ideal.

Freidemokrat Dr. Rainer Döring mahnte in diesem Zusammenhang an, die Verkehrssituation in diesem Gebiet genau im Blick zu haben und vorausschauend zu planen. „Beim Ascherslebener Kreisel hat das nicht funktioniert, der ist im Grunde eine Fehlkonstruktion“, sagte Döring. Vor allem der Abzweig der Ostrandstraße westlich des Kreisels sei sogar eher ein Verkehrshindernis.

„Sorgfältig schauen“

Karl-Heinrich Belte von der Peiner Bürgergemeinschaft (PB) stimmte den Ausführungen zu. „Der Kreisel ist auch viel zu klein für die großen Lastwagen. Hier muss es einfach mehr Weitsicht geben“, so der PB-Ratsherr.

Stadtbaurat Hans-Jürgen Tarrey trat dieser Kritik vehement entgegen. „Vorausschauendes Handeln war immer Zielsetzung in Verkehrsentwicklungsplanung. Und auch in diesem Fall werden wir sorgfältig schauen“, erklärte er.

Ein besonderes Augenmerk solle dabei auch auf ein mögliche weitere Expansion der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) an der Ecke Ostrandstraße/Eschenstraße gelegt werden. Bislang gibt es nur vom Schwarzen Weg eine Zufahrt – „es ist frühzeitig zu prüfen, ob eine Zufahrt auch von der Ostrandstraße möglich ist“, so Tarrey. Döring unterstrich dabei, dass man sich einem möglichen Begehren der BGE nicht verweigern wolle.

Von Tobias Mull