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Stadt Peine Das ist Discgolf: Das kleine Runde muss ins große Runde
Stadt Peine Das ist Discgolf: Das kleine Runde muss ins große Runde
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10:49 09.07.2019
Mit ihren Scheiben an einem der Körbe auf dem Heywood-Park-Parcours: Fabian Kaune (l.) und Joris Richter. Quelle: Dennis Nobbe
Peine

Discgolf funktioniert ähnlich wie konventionelles Golf – nur müssen die Spieler hier statt mit Schläger und Ball das Ziel mit möglichst wenigen Frisbee-Würfen erreichen. Die Heimat der Sportart sind die USA, doch auch in Deutschland erfreut sich Discgolf mittlerweile großer Beliebtheit. Fabian Kaune und Joris Richter sind seit einigen Jahren im Peiner Discgolf-Verein „Eulennest“ aktiv – und haben auch für Neulinge einige Tipps parat.

Der 16-jährige Joris Richter spielt bei den Junioren des „Eulennests“, Fabian Kaune ist 18 Jahre alt und spielt seit kurzem bei den Erwachsenen. Wenn sich die beiden über Discgolf unterhalten und dabei gemeinsam eine Partie im Heywood-Park Peine spielen, merkt man ihnen die Passion für ihr Hobby deutlich an. So ist etwa die Begeisterung groß, wenn sie für sich einen neuen Discgolf-Parcours bei Hamburg entdeckt haben und diesen demnächst ausprobieren wollen.

Möglichst wenige Würfe bis zum Korb

Der Heywood-Park ist eines der am häufigsten genutzten, da regional am nahesten gelegenen Ziele für Joris und Fabian. Hier gibt es einen Discgolf-Parcours mit neun Bahnen. Jede Bahn hat einen festgelegten Startpunkt, von dem aus die Scheibe abgeworfen wird. In einer Entfernung von im Schnitt 50 bis 200 Metern steht ein Metallkorb, in dem die Frisbee mit möglichst wenigen Würfen landen muss. Im Prinzip wie beim Golf erfolgt der jeweils nächste Wurf in Richtung Ziel von dem Punkt aus, an dem die Scheibe gelandet ist.

Während es beim Golf unterschiedliche Schläger gibt, können Discgolf-Spieler auf drei unterschiedliche Frisbee-Typen zurückgreifen: den „Driver“ für weite Würfe, den „Midrange“ für geringere Distanzen und den „Putter“ für den abschließenden Wurf in den Korb.

Welche Voraussetzungen muss man mitbringen, wenn man Discgolf spielen möchte? Gar nicht viele, wie Fabian erklärt: „Eigentlich kann jeder Discgolf spielen, der Lust darauf hat. Körperliche Voraussetzungen gibt es beinahe nicht, auch das Alter ist nicht entscheidend. Kraft braucht man zudem nicht, die Technik ist wichtig. Aber da gibt es in dem Sinne keine richtige oder falsche, man kann sie sich individuell aneignen.“

Joris fügt hinzu: „Es gibt halt schon Grundtechniken, etwa für den Flugwinkel der Scheibe. Gerade Anfänger sollten übrigens darauf achten, dass beim Spiel weder Wind noch Regen zu stark sind.“ Öffentliche Discgolf-Anlagen stehen Interessierten in der Regel kostenlos und ohne Anmeldung zur Verfügung. Auch ohne Vereinszugehörigkeit kann die Sportart hier ausprobiert werden.

Eine Scheibe reicht für Neueinsteiger

„Zum Üben reicht am Anfang eine Scheibe – am besten ein ,Putter’“, sagt Joris. Die Preise für die Frisbees variieren im Schnitt zwischen 10 und 25 Euro. Anschaffungen für die Ewigkeit sind diese aber meist nicht, wie Fabian und Joris aus Erfahrung wissen: Manchmal verschwinden die Scheiben auf Nimmerwiedersehen in Bäumen oder Gewässern auf dem jeweiligen Parcours, wenn der Wurf doch nicht ganz perfekt war.

Der nächste Schritt für Neulinge ist, sich entweder einen erfahrenen Discgolf-Spieler als Lehrer zu suchen oder sich Lehrvideos auf Youtube anzuschauen. „Davon gibt es Tausende, unter anderem von Marian Ludwig“, empfiehlt Fabian. „Oder man schaut, welche Discgolf-Vereine es in der Gegend gibt, die geben Anfänger-Hilfe“, ergänzt Joris. Einem solchen Verein können Interessierte beitreten – und dann schließlich auch an Meisterschaften teilnehmen. Um zum Beispiel bei der jährlichen Deutschen Discgolf-Meisterschaft mitmachen zu können, müssen Teilnehmer zuvor einige Wertungsturniere gespielt haben. Unterteilt sind die entsprechenden Klassen hier nach Alter und Geschlecht.

Fabian Kaune und Joris Richter beim Discgolf im Heywood-Park

Ein Reinschnuppern in den Discgolf-Sport ist auf einem der zahlreichen Parcours in der Region möglich. Fabian und Joris haben natürlich schon oft auf diesen gespielt und können sie gut einschätzen. „Der schwierigste Parcours in der Nähe ist im Braunschweiger Westpark – wegen der langen Bahnen. Wenn man da keine 100 Meter wirft, hat man keine Chance“, sagt Fabian. Am liebsten spielen er und Joris auf einem anderen Braunschweiger Parcours, und zwar im Bürgerpark: „Da gibt es sehr vielseitige Bahnen mit Höhenunterschieden“, erklärt Joris.

Von Dennis Nobbe

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