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Stadt Peine DRK-Chef kritisiert „eklatanten Fachkräftemangel“
Stadt Peine DRK-Chef kritisiert „eklatanten Fachkräftemangel“
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14:00 10.12.2019
Ehrung, Verabschiedung und Begrüßung beim DRK (von links): Erika Böhm, Magdalena Ebers, Rosemarie Thunich, Cornelia Heidepriem und Sabine Hassel. Rechts daneben die vier frisch vereidigten neuen ehrenamtlichen Mitglieder der DRK-Bereitschaft Peine: Max Batty, Jan Semrau, Jason Uecker und Anton Limböck. Quelle: Karsten Mentasti
Peine

Die Kreisversammlung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) hat in Wendeburg stattgefunden. Dabei zogen der Präsident Hans-Jürgen Ossenberg und Geschäftsführer Ralf Niederreiter ein insgesamt positives Fazit des vergangenen Jahres. Einzig über den Ausrichtungsort der Versammlung müsse nachgedacht werden, sei doch die Beteiligung von nur 14 der insgesamt 29 DRK-Ortsvereine zu gering, meinte Ossenberg.

Der DRK-Geschäftsführer berichtete allen Anwesenden von den positiven Geschäftszahlen, die zusätzliche Investitionen in die Infrastruktur des Katastrophenschutzes und das Sanitätswesen des DRK im Landkreis Peine sowie die weitere Aufwertung der beiden Altenheime in Edemissen und am Peiner Stadtpark ermöglicht haben.

Eine der großen Investitionen war der Kauf und Umbau einer Halle samt Verwaltungstrakt am Lehmkuhlenweg 65 zum neuen DRK-Katastrophenschutzzentrum mit ausreichend Platz für Gerätschaften und Fuhrpark der DRK-Bereitschaft. Dazu gehören auch der neue Einsatzleitwagen sowie der neue Gerätewagen Sanität, beide im Wert von jeweils rund 250 000 Euro, die im April offiziell übergeben wurden. Der durch den Umzug frei gewordene Platz im Haus An der Simonstiftung 2 kommt dem dort ansässigen hauptamtlichen Rettungsdienst des Rotkreuz-Kreisverbandes zugute. „Unsere Rettungswache kann sich nun weiter ausbreiten“, erklärte Niederreiter.

Neugewinnung von Fördermitgliedern

Ebenso erfreulich sei die Neugewinnung von fördernden Mitgliedern, die die Arbeit des DRK in Peine finanziell unterstützen. In den letzten beiden Jahren konnten knapp 950 neue Unterstützer gewonnen werden, so dass derzeit über 8000 Menschen die Arbeit des Kreisverband regelmäßig finanziell fördern, berichtete Niederreiter.

Einen dringenden Appell richtete der Geschäftsführer an die Politik „wegen des eklatanten Fachkräftemangels“. Pflege-Einrichtungen müssten in absehbarer Zeit die Zahl der Bewohner senken, wenn nicht genügend Fachpersonal zur Verfügung stehe. „Ich schlage vor, die Pflegefachkraftquote befristet, zunächst vielleicht für fünf Jahre, von 50 auf 40 Prozent abzusenken, damit die Anbieter in dieser Zeit neue Fachkräfte ausbilden können“, erklärte Niederreiter . „Wir haben gute Pflegehelfer, die eine vorübergehende Lücke in den Heimen durchaus schließen könnten“, ergänzte er.

Dass ohne ehrenamtliches Engagement die umfangreiche Arbeit beim DRK nicht möglich wäre, machten die stellvertretende Landrätin Doris Meyermann und weitere Redner in ihren Grußworten deutlich. „Die gedeihliche Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis und dem DRK-Rettungswesen ist längst unverzichtbar geworden“, betonte Meyermann und dankte allen „Haupt- und Ehrenamtliche, die bereit sind, Menschen in Not zu helfen“.

Ehrungen beim DRK

Gleich mehrere verdiente Ehrenamtliche standen bei den Ehrungen im Fokus. So wurde Erika Böhm als bisherige Vorsitzende des Ortsvereins Stederdorf verabschiedet, wo sie aber weiterhin als Beisitzerin tätig ist. Cornelia Heidepriem hat man als neue Schatzmeisterin im Ortsverein Dungelbeck begrüßt, ebenso Sabine Hassel, die bereits seit Januar neue Schatzmeisterin im Ortsverein Wendeburg ist.

Rosemarie Thunich erhielt für ihre für 30-jährige Tätigkeit in der DRK-Kleiderkammer an der Hegelstraße die Sozialschleife des Roten Kreuzes. Ebenso geehrt wurde Magdalena Ebers, die 1952 im Alter von 17 Jahren in den Ortsverein Wendeburg eingetreten war,und nun schon seit fast unglaublichen 67 Jahren ehrenamtlich aktiv ist. Gleichzeitig vereidigte man vier neue Bereitschaftsmitglieder, die von nun an den Bereitschaftsdienst des Kreisverbandes verstärken.

Von Grit Storz

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