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Stadt Peine Peiner Klinikum: DGB warnt vor Übernahme durch Ameos
Stadt Peine Peiner Klinikum: DGB warnt vor Übernahme durch Ameos
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20:17 26.02.2020
Das Peiner Klinikum an der Virchowstraße steckt in der Krise. Eigentümer des Krankenhauses ist die AKH-Gruppe aus Celle. Quelle: Archiv
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Peine

Der Kreisverband des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) warnt vor einem möglichen Verkauf des Peiner Klinikums an den Ameos-Konzern. In den Ameos-Kliniken in Hildesheim und Osnabrück habe es gerade einen zwölfwöchigen Streik der Belegschaft gegeben, weil sich die Geschäftsführung geweigert habe, mit der zuständigen Gewerkschaft Verdi in Tarifverhandlungen einzutreten. Für Peine könne ein ähnliches Szenario drohen.

Dieselbe Taktik wie in Hildesheim und Osnabrück verfolge Ameos ebenfalls in den Kliniken in Bernburg, Haldenleben und Schönebeck und auch in Peines Partnerstadt Aschersleben, gemeinsam mit Staßfurt. In diesen Kliniken habe Ameos mindestens 14 Beschäftigten fristlos gekündigt, die sich an Warnstreiks beteiligt hatten und öffentlich mit dem Abbau von 800 Arbeitsplätzen gedroht, erklärt DGB-Kreisvorsitzender Frank Raabe-Lindemann.

Klinikum soll in kommunale Hände kommen

Die Angestellten von Ameos seien gegenüber anderen Beschäftigten klar benachteiligt. „Deshalb muss es das Ziel sein, das Peiner Krankenhaus in kommunale Hände zu überführen“, sagt Raabe-Lindemann. Damit gemeint ist wohl die Bietergemeinschaft Landkreis Peine/Stadt Braunschweig, die für das Peiner Klinikum auch ein Gebot abgegeben hat.

Bis Ende März will die AKH-Gruppe als Eigentümerin über die Zukunft des Klinikums entschieden haben. Eine Option ist für die Celler aber auch, Peine zu behalten. In zwei Jahren, so jedenfalls haben es Gutachter berechnet, könne die AKH-Gruppe mit dem Peiner Klinikum nach hartem Sanierungskurz wieder schwarze Zahlen schreiben. Als allerletzte Option steht auch die Schließung des Klinikums im Raum.

Andere Häuser werben Personal ab

Der DGB fordert die AKH-Gruppe außerdem dazu auf, alles dafür zu tun, um die Abwanderung von hoch qualifiziertem Personal aus dem Klinikum zu verhindern. Häuser aus der Region würden Beschäftigte mit allen Mitteln aus Peine abwerben und teilweise verlockende Prämien zahlen. Nach PAZ-Informationen bietet beispielsweise eine Braunschweiger Klinik 3000 Euro für neue Mitarbeiter im Pflegebereich.

Politiker fordert Ende der Hängepartie

Auch vor diesem Hintergrund hatte der Peiner SPD-Landtagsabgeordnete Matthias Möhle vergangene Woche ein Ende der Hängepartie gefordert. Der Politiker setzt sich für die Übernahme durch die kommunale Bietergemeinschaft Landkreis Peine/Stadt Braunschweig. Um dringend notwendige Investitionen in das Krankenhaus stemmen zu können, sieht er das Land Niedersachsen in der Pflicht.

Das Peiner Klinikum in der Krise

Die AKH-Gruppe und damit auch das Peiner Klinikum sind im Jahr 2018 in finanzielle Schieflage geraten. Hier gibt es eine Übersicht über das bisherige Geschehen:

21. Februar 2020: Klinikum Peine: Kann die Sanierung durch Förderung vom Land bezahlt werden?

Von Michael Lieb

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