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Stadt Peine Coronavirus: So ist das Peiner Klinikum auf den Ernstfall vorbereitet
Stadt Peine Coronavirus: So ist das Peiner Klinikum auf den Ernstfall vorbereitet
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16:14 28.01.2020
Mundschutz: Wie gut ist das Peiner Klinikum für den Virenfall. Quelle: Symbolbild/dpa
Peine

Das Coronavirus breitet sich immer weiter aus. Inzwischen ist der bundesweit erste Infektionsfall in München bestätigt worden. Am Wochenende hat es bekanntlich einen Verdachtsfall im Kreis Peine gegeben. Ein Geschäftsmann war mit einem fiebrigen Atemwegsinfekt von einer Chinareise zurückgekehrt. Nach eingehender ärztlicher Untersuchung stellte sich heraus: es war nur eine gewöhnliche Grippe. Doch was passiert eigentlich wenn im Kreis Peine die Diagnose Coronavirus gestellt würde? Die PAZ hat beim Peiner Klinikum nachgefragt, wie es reagieren würde.

Es braucht Spezialabteilungen, die Peine nicht hat

„Natürlich ist das Klinikum Peine auf besondere Ereignisse oder Schadenslagen vorbereitet – etwa durch bestimmte Notfallpläne“, erklärt Tobias Mull, Leiter Unternehmenskommunikation der AKH-Gruppe Celle, zu dem auch das Peiner Klinikum gehört. Im Fall der Coronaviren brauche es jedoch Spezialabteilungen, die nur ganz wenige Krankenhäuser in Deutschland vorhalten können, so der Sprecher weiter. Das sei die MHH in Hannover oder das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) in Hamburg. „Das Klinikum Peine gehört nicht dazu“, so Mull.

Das passiert Im Fall der Fälle

Sollte ein Patient erst im Krankenhaus als Virusträger identifiziert werden, wird dieser umgehend isoliert und das Gesundheitsamt sowie das Bernhard Nocht Institut informiert. „Letzteres muss dann auch den Transport organisieren, da dieser spezielle Bedingungen erfüllen muss“, erklärt der Sprecher weiter. „Der Rettungsdienst im Landkreis verfügt über keine geeigneten Fahrzeuge.“

Peine ist gut gewappnet

Für den Fall der Fälle sieht sich das Peiner Klinikum gut gewappnet. So würden besondere Vorkehrungen getroffen, wie etwa die Erhöhung an „Schutzausstattung entsprechend der jeweiligen Gefahrenklasse“, beruhigt Mull.


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Rat zum Thema: Barmer schaltet Hotline

Angesichts eines ersten Verdachtsfalls in Deutschland hat die Barmer eine Hotline zum Coronavirus eingerichtet. Medizinexperten geben hier rund um die Uhr Informationen darüber, wer besonders gefährdet sei, wie man sich schützen und einen Verdachtsfall erkennen könne. „Unsere Experten kennen den aktuellen Stand der medizinischen Forschung und können deshalb helfen, Unsicherheit oder gar Angst zu vermeiden“, erklärt Heike Sander, Landesgeschäftsführerin der Barmer in Niedersachsen und Bremen. Die kostenlose Hotline steht allen Interessierten – also nicht nur Barmer-Versicherten – rund um die Uhr offen unter (08 00) 8 48 41 11. 

Menschen mit schwerer Grunderkrankung gefährdet

Laut Sander zeigen sich bei Infektionen mit gewöhnlichen Coronaviren zumeist Symptome einer Erkältung, wie etwa Husten oder Schnupfen. „Bestimmte Coronaviren, wie das zuerst in China aufgetretene, können aber auch schwere Infektionen und Lungenentzündungen verursachen“, so Sander. Die neue Lungenerkrankung gefährde vor allem Menschen, die schon an einer schweren Grunderkrankung litten.

Deutsches Gesundheitswesen gut vorbereitet

Panik sei jedoch nicht angebracht. Auch wenn es derzeit noch keinen Impfstoff gäbe, ließen sich Betroffene je nach Schwere der Erkrankung dennoch sehr wirkungsvoll behandeln. Sander: „Mit unserem modernen Gesundheitswesen sind wir auch für diese Fälle sehr gut aufgestellt. Selbstverständlich übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen von der Diagnostik bis zur Krankenhausbehandlung alle Kosten.“

Von Kathrin Bolte

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