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Stadt Peine Corona trübt die Aussichten auf dem Peiner Arbeitsmarkt
Stadt Peine

Corona trübt die Aussichten auf dem Peiner Arbeitsmarkt

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13:14 30.11.2021
Im Gesundheits- und Sozialwesen ist der Bedarf an Arbeitsplätzen nach wie vor hoch.
Im Gesundheits- und Sozialwesen ist der Bedarf an Arbeitsplätzen nach wie vor hoch. Quelle: Christoph Schmidt/dpa
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Kreis Peine

Die steigenden Corona-Zahlen und die verschärften Regeln werfen ihre Schatten auf den Peiner Arbeitsmarkt voraus: „Der anhaltende Rückgang der Arbeitslosigkeit auch im November ist erfreulich“, erklärte Evelyne Beger, Vorsitzende der Geschäftsführung der für Peine zuständigen Agentur für Arbeit Hildesheim, am Dienstag. „Jedoch rechnen wir aufgrund der derzeitigen Entwicklung des Pandemiegeschehens mit einem negativen Effekt auf den Arbeitsmarkt bereits im laufenden Monat. Insbesondere in der Gastronomie und in der Veranstaltungsbranche werden die massiven Einschränkungen Auswirkungen auf die Beschäftigten haben“, blickte Beger voraus. Und diese Entwicklung werde sich bei einem weiteren Anstieg der Infektionszahlen voraussichtlich auf weitere Branchen ausdehnen.

Hier gibt es noch freie Arbeitsstellen

Die Peiner Arbeitsagentur hat 880 gemeldete Arbeitsstellen im Bestand, im Oktober waren es 886. Die meisten freien Stellen gibt es im Gesundheits- und Sozialwesen (231) und bei den wirtschaftlichen Dienstleistungen mit 182 Stellen. In den Berufen Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz werden 87 und im Baugewerbe 81 Mitarbeiter gesucht. 64 freie Arbeitsplätze meldete das verarbeitende Gewerbe. Bei freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen gibt es 57 Stellen. Verkehr und Lagerei-Gewerbe meldeten 18 Stellen. Im Zweig Erziehung und Unterricht sind es 45 Plätze. Das Gastgewerbe meldete 23 Stellen.

Weitere Informationen gibt es unter der Telefonnummer (08 00) 4 55 55 20 beim Arbeitgeberservice.

Für den Kreis Peine ergibt sich folgendes Bild: Insgesamt waren im November 3397 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet. Das sind 116 weniger als im Oktober und 487 Menschen weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank gegenüber dem Vormonat von 4,8 auf aktuell 4,6 Prozent, vor einem Jahr lag sie noch bei 5,3 Prozent. Im Bereich der Agentur für Arbeit lag die Arbeitslosigkeit bei 1185, das sind 53 weniger als im Vormonat und 484 weniger als im Vorjahr. Beim Jobcenter des Landkreises Peine waren 2212 Arbeitslose gemeldet, das ist ein Minus von 63 gegenüber Oktober, im Vergleich zum November 2020 waren es drei Arbeitslose weniger.

Peines Arbeitsmarkt im November

Die Arbeitsmarktstatistik für den Landkreis Peine:

Arbeitslosenquote: 4,6 (4,8)

Arbeitslose: 3397 (Vormonat 3513)

Arbeitslosengeld I: 1185 (1238)

Arbeitslosengeld II: 2212 (2275)

Arbeitslose unter 25 Jahre: 292 (302)

Arbeitslosengeld I (unter 25-Jährige): 150 (153)

Arbeitslosengeld II (unter 25-Jährige): 142 (149)

Das neue Ausbildungsjahr hat begonnen und die Firmen starten langsam mit der Suche nach neuen Auszubildenden. Jetzt ist genau die richtige Zeit für Berufsorientierung bei den Jugendlichen. „Zum Glück sind unsere Berufsberaterinnen und Berater noch in der Lage, die Schulen aufzusuchen und dort den Schülerinnen und Schülern beratend zur Seite zu stehen“, sagte Beger. „Wir hoffen daher sehr, dass kein erneuter Lockdown in den Schulen ausgerufen wird. Berufsorientierung ist ein elementarer Pfeiler für den Start in das Berufsleben.“

Am Freitag, 3. Dezember, ist der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung. Diese haben es immer noch schwerer auf dem Arbeitsmarkt als Menschen ohne Behinderungen. Die Agentur für Arbeit ruft daher jeden dazu auf, sich aktiv für Inklusion stark zu machen, beispielsweise indem man Inklusionsbetriebe unterstützt. „Inklusionsbetriebe erfüllen einen sehr wichtigen sozialen Auftrag und übernehmen besondere gesellschaftliche Verantwortung: Sie verpflichten sich, zwischen 30 und 50 Prozent ihrer Arbeitsplätze mit besonders betroffenen schwerbehinderten Menschen zu besetzen“, erklärte Beger. Inklusionsbetriebe würden für Menschen mit Behinderungen Arbeitsplätze mit tariflicher oder ortsüblicher Bezahlung bieten. Sie seien in vielen Branchen zu finden und böten vielfältige Produkte und Dienstleistungen an.

Von Jan Tiemann