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Stadt Peine Peine droht Warnstufe 2: Hier kann man sich testen lassen
Stadt Peine

Corona - Peine droht Warnstufe 2: Wo kann man sich testen lassen?

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14:09 28.11.2021
Am Peiner Testzentrum „Am Markt“ bilden sich Warteschlangen.
Am Peiner Testzentrum „Am Markt“ bilden sich Warteschlangen. Quelle: Ralf Büchler
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Kreis Peine

Die Infektionszahlen im Peiner Land steigen und steigen. Dem Landkreis Peine droht die Warnstufe 2. Damit träte die 2Gplus-Regel in Kraft, demnach müssen sich dann auch Geimpfte testen lassen. Doch wo ist das derzeit im Kreis Peine möglich? Werden weitere Testzentren öffnen? 

Derzeit gilt im Kreis Peine noch die 2G-Regel, ungeimpfte Menschen müssen in vielen Bereichen einen negativen Schnelltest vorlegen. Bleibt es bei den hohen Infektionszahlen und einem Hospitalisierungswert über 6, so tritt am Mittwoch die neue Allgemeinverfügung des Landkreises in Kraft. Dann gilt die 2Gplus-Regel, und auch geimpfte Menschen brauchen für nahezu alle Lebensbereiche ein negatives Test-Ergebnis.

Inzidenz und Hospitalisierung in Peine

Die Corona-Sieben-Tage-Inzidenz in Peine ist erneut gestiegen und liegt nun bei 217,9 (Vortag: 212,7). Damit wird es immer wahrscheinlicher, das im Landkreis in der kommenden Woche die nächste Warnstufe in Kraft tritt. Nach korrigierter Aussage der Kreisverwaltung wird das am Mittwoch, 1. Dezember, der Fall sein. Die Hospitalisierung liegt nun bei 6,7 (6,6), die Belegung der Intensivbetten mit Corona-Patienten bei 8,5 Prozent. In Peine wird ein Patient mit einer Covid-19-Infektion intensivmedizinisch betreut. Am Freitag sind 43 neue Fälle (Vorwoche 45) hinzugekommen. Aktuell gibt es nun insgesamt 7469 bestätigte Corona-Fälle. 510 Personen sind aktuell erkrankt, 640 befinden sich in Quarantäne. Es wurden 166 Abstriche entnommen.

Hier kann man sich in Peine testen lassen

Warteschlangen bilden sich derzeit vor dem Testzentrum in der ehemaligen Peiner Markt Apotheke. Dort werden Schnell-Tests angeboten, aber auch Reise-PCR-Tests für Selbstzahler (außer sonntags) sind dort möglich. Dr. Lars Peters eröffnete das Testzentrum im Mai. Durchschnittlich 100 Tests wurden dort täglich durchgeführt – bis vergangene Woche die verschärfte Corona-Verordnungen in Kraft trat. Seitdem sind es 500 Abstriche pro Tag. Und der Mediziner rechnet mit einem weiteren Anstieg, sollte die 2Gplus-Regelung kommen. „Dann werden auch die Testlieferungen knapp“, sagt er. Schon jetzt sei es schwierig, diese zu organisieren.

Um die Wartezeit am Testzentrum zu verkürzen, empfiehlt Peters die Corona-Warn-App auf dem Handy. „Die App stellt einen QR-Code zur Verfügung, der beim Testen eingescannt wird. Dann kommt das Ergebnis automatisch auf das Smartphone, und man muss nicht 15 Minuten auf einen Zettel mit dem Ergebnis warten“, so der Arzt.

Zusätzlich zu dem Testzentrum am Markt gibt es in Stadt und Kreis noch diese:

  • Parkplatz des Peiner Hagebaumarktes, Lehmkuhlenweg 72.
  • Parkplatz von Kaufland in Peine, Heinrich-Hertz-Straße 12.
  • Peiner Zahnarztpraxis Wegmann, Hannoversche Heerstraße 35.
  • Physiotherapie Sara Oehlmann, Im Unteren Dorfe 5 A in Hohenhameln.
  • Löwen-Fitness, Erzring 5, in Lengede einen Abstrich nehmen lassen.

Diese Apotheken bieten ebenfalls Tests an:

  • Arminius-Apotheke, Kantstraße 40 in Peine
  • Kastanien-Apotheke, Kirchvordener Straße 42 in Peine
  • Löwen-Apotheke, Hildesheimer Straße 20 in Vechelde
  • Apotheke, Peiner Straße 13 in Wendeburg.
  • Löns Apotheke Edemissen, Hermann-Löns-Straße 1.
  • Mickefett Apotheke, Zuckerweg 1 in Ilsede.

Warnstufe 2: Welche Einschränkungen gibt es?

Derzeit gilt in Peine die Warnstufe 1 und somit die sogenannte 2-G-Regel bei Veranstaltungen im Innenbereich. Sie betrifft Kultur-, Sport- und Freizeiteinrichtungen, Diskotheken, Gastronomie, Beherbergung und körpernahe Dienstleistungen. Das bedeutet, dass nur Geimpfte und Genesene Zugang haben. Generell gilt jetzt in allen Warnstufen, dass auch bei 2-G Maske getragen und Abstand gehalten werden muss.

Bei Warnstufe 2 gilt für alle diese Veranstaltungen in Innenräumen die Beschränkung auf 2-G-plus. Das bedeutet, dass zusätzlich zu einem Impf- oder Genesenennachweis ein aktueller negativer Coronatest vorgelegt werden muss. Außerdem müssen in allen Innenbereichen FFP-2-Masken getragen werden.

Sind weitere Testzentren in Planung?

Werden angesichts der drohenden Warnstufe 2 weitere Testzentren eingerichtet?. „Es ist davon auszugehen, dass weitere kommen“, sagt Katja Schröder, die Sprecherin der Kreisverwaltung. Das Unternehmen „Intakt“, das acht Corona-Testzentren in Stadt und im Kreis betrieben hatte, möchte jedenfalls wieder Testzentren eröffnen. „Es gibt viele Anfragen aus den Gemeinden“, sagt Geschäftsführer Hendrik Hoppenworth. Um kostenlose Bürgertests anbieten zu können, müssten die Testzentren allerdings rechtliche Voraussetzung erfüllen, wie beispielsweise die digitale Anbindung an die Corona-Warn-App. Das werde derzeit geprüft. „Wie lange das dauert ist leider noch unklar“, erklärt Hoppenworth.

Auf dem Peiner Schützenplatz hatte die das Unternehmen Blome & Pillardy Event aus Braunschweig ein Drive-In-Testzentrum betrieben. Felix Walzog leitete das Testzentrum. „Aktuell planen wir keine Wiedereröffnung des Drive-In-Testzentrums in Peine“, sagt er. Walzog spricht zwar von einer derzeitigen „Testkrise“, er geht jedoch nicht davon aus, dass die Nachfrage nach Tests anhalten wird. „Es wird bei einer kurzen Nachfrage-Spitze bleiben“, sagt Walzog. Er rechnet damit, dass die Corona-Maßnahmen nochmals geändert werden. Um wirtschaftlich ein Testzentrum betreiben zu können, müssten 400 Abstriche pro Tag genommen werden. „Bislang haben wir vom Landkreis Peine keine Anfrage zum Aufbau des Testzentrums erhalten“. Sollte die Nachfrage bestehen, werde der Aufbau eines Testzentrums geprüft.

Von Nina Schacht