Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Stadt Peine Bundes-CDU in der Krise: „Mitgliederbefragung ist erster Schritt zur Veränderung“
Stadt Peine

Christoph Plett: CDU-Mitgliederbefragung als erster Schritt zur Veränderung

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:00 16.10.2021
Links: CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet. Rechts: Christoph Plett wird als Vertreter für Peine an der CDU-Kreisvorsitzendenkonferenz teilnehmen.
Links: CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet. Rechts: Christoph Plett wird als Vertreter für Peine an der CDU-Kreisvorsitzendenkonferenz teilnehmen. Quelle: Ralf Büchler (Archiv)
Anzeige
Kreis Peine

Nach dem schwachen Abschneiden bei der Bundestagswahl soll die CDU eine neue Parteispitze bekommen. Vorsitzender, Präsidium und Bundesvorstand sollen bei einem Parteitag neu gewählt werden. Angedacht ist, die CDU-Mitglieder an dem Prozess stärker zu beteiligen: Zunächst steht am 30. Oktober eine Konferenz der Kreisvorsitzenden an, bei der geklärt werden soll, ob es eine Mitgliederbefragung geben wird. Der Peiner CDU-Kreisverbandsvorsitzende Christoph Plett erklärt, wie es nun weitergeht, und was er sich für die Zukunft seiner Partei wünscht.

Das Bündnis CDU und CSU erreichte bei der Wahl im September gerade einmal 24,1 Prozent – das schlechteste Ergebnis in der Parteigeschichte. Als Kanzlerkandidat trat Armin Laschet an, der seit vergangenem Januar Bundesvorsitzender der CDU ist. Nun sei der Zeitpunkt gekommen, an dem sich die CDU neu aufstellen muss, ist sich Plett sicher. Insbesondere die Mitgliederbeteiligung müsse verbessert werden, allerdings stelle sich auch die Frage, wie dies in Zukunft aussehen soll. „Eines steht jedenfalls fest: Nach den letzten Bundesparteitagen, bei denen Ergebnisse für den Parteivorsitzenden erzielt wurden, haben sich Teile der Partei darin nicht wiedergefunden“, so Plett. Eine Beteiligung der Mitglieder, wenn es um die oberste Parteispitze geht, müsse daher diskutiert werden.

Anregungen und Ideen des Kreisverbands weitertragen

„Für mich persönlich ist das das Ziel bei der Mitgliederbefragung“, macht der Kreisverbandsvorsitzende klar. „Es ist der erste Schritt auch zu einer inhaltlichen und personellen Veränderung.“ Wen genau er an der CDU-Spitze präferiert, will Plett jetzt noch nicht sagen – das würde den offenen Diskussionsprozess bei der Konferenz am 30. Oktober beeinflussen. „Ich bin als Kreisvorsitzender in der Verpflichtung, nicht irgendetwas vorzugeben, sondern zu moderieren, was bedeutet, Anregungen und Ideen meines Verbandes weiterzutragen“, erklärt er.

Partei muss nach Wahl schnellstmöglich wieder einsatzbereit sein

Sollte das Ergebnis sein, dass eine Wahl per Mitgliederentscheid geschehen soll, müsse dies schnellstmöglich umgesetzt werden, betont Plett. „Es darf nicht passieren, dass sich die CDU wochenlang nur mit sich selbst beschäftigt.“ Wichtig sei vor allem, dass man sich als Partei so bald wie möglich wieder mit den Fragen und Problemen des Landes auseinandersetzen kann.

Einen weiteren Punkt, der ihm für die Zukunft der CDU wichtig ist, spricht Plett noch an: Auch die Frauen sollten sich in der Arbeit der Christdemokraten wiederfinden. Bundesweit hat die CDU mehr als 400 000 Mitglieder, rund 155 000 davon sind weiblich.

Von Dennis Nobbe