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Stadt Peine Nach Stammzellenspende: Christian Meyer geht es besser
Stadt Peine Nach Stammzellenspende: Christian Meyer geht es besser
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00:20 16.03.2019
Karsten, Christian und Susanne Anders-Meyer hoffen, dass der Krebs besiegt ist. Quelle: Antje Ehlers
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Woltorf

 Gute Nachrichten aus Woltorf: Dem jetzt dreizehnjährigen Christian Meyer, der im vergangenen Jahr an Leukämie erkrankte , geht es nach einer Stammzellenspende besser. Mit großer Anteilnahme hat die Peiner Bevölkerung die Krankheitsgeschichte verfolgt.

Operation am 30. Oktober

Am 30.Oktober wurde in Hannover die hoffentlich lebensrettende Stammzellentransplantation durchgeführt, es folgte ein mehrwöchiger Krankenhausaufenthalt. Wer genau der Spender ist, kann die Familie frühestens nach zwei Jahren erfahren. „Aber wir wissen, aus welchem Land er kommt und wie alt er ist“, sagt Vater Karsten Meyer.

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Die ersten 100 Tage sind wichtig

Jetzt geht es endlich aufwärts. „Zwar hat eine Infektion im Januar Christian noch einmal zurückgeworfen, aber wir sind guter Dinge. Die ersten wichtigen 100 Tage nach der Operation sind vorbei“, berichtet Susanne Anders-Meyer. Jetzt müsse man nach vorn gucken. „Unser Dank für die tolle Unterstützung, die wir in der ganzen Zeit erfahren durften, lässt sich kaum in Worte fassen“, resümiert Karsten Meyer.

Fast täglich kommen Freunde

Und auch Christian ist erleichtert und schmiedet Pläne für die Zukunft. „Noch ist es wegen der Erkältungszeit zu gefährlich, unter Leute zu gehen. Aber ich freue mich schon sehr darauf, wieder mal in einen Supermarkt zu gehen und spontan das Essen einzukaufen, worauf ich gerade Appetit habe. Außerdem würde ich gern mal wieder ins Kino gehen“, erzählt er. Allmählich gewöhnt er sich wieder an ein Leben zuhause. „Im Krankenhaus durften mich ja nur meine Eltern besuchen, aber jetzt kommen fast jeden meine besten Freunde vorbei. Es ist total schön, dass sie mich nicht im Stich gelassen haben.“

Wünsche

Bis Christian wieder ein normales Leben wie Gleichaltrige führen kann, wird es noch einige Zeit dauern. Erst einmal freut er sich auf seinen Geburtstag im März. Im Juli geht es dann für eine Reha-Maßnahme an die See. Danach möchte er wieder zur Schule gehen, wieder im Posaunenchor Schmedenstedt musizieren und in ein paar Jahren wieder Handball und Fußball spielen. Und das ganz große Ziel ist es, mit seiner Familie einen Urlaub auf Fuerteventura zu verbringen.

Bei allem Leid, das die Familie erfahren musste, nehmen Meyers doch auch etwas Positives aus der schweren Zeit mit: „Wir sind noch mehr zusammengewachsen“, stellen die drei fest.

Von Antje Ehlers

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