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Stadt Peine „Fest der Kulturen“ auf dem Marktplatz
Stadt Peine „Fest der Kulturen“ auf dem Marktplatz
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18:53 02.06.2019
Die Trommelgruppe des CVJM trat beim Fest der Kulturen auf dem Peiner Marktplatz auf. Quelle: Nicole Laskowski
Peine

 Die Idee, ein Fest der Kulturen zu veranstalten, um einen Aufmarsch der Neonazis in Peine zu verhindern, ist bereits vor acht Jahren entstanden. Seitdem lockt das bunte Treiben Anfang Juni immer viele Besucher in die City, so auch am vergangenen Sonnabend. Organisator war das Bündnis für Toleranz. Unter dem Motto „Bunt statt braun“ blieb so kein Platz für rechte Demonstranten.

Unterschiedliche Aktivitäten

Viele Organisationen beteiligten sich bei mit ganz unterschiedlichen Aktionen am Fest. Auf der Bühne wurde mit den Boppin Blue Cats, dem Duo Malve, der Trommelgruppe des CVJM und vielen weiteren Künstlern ein gelungener musikalischer Rahmen geboten. Auch die Bauchtanzgruppe Marrakesch des VFL Woltorf war wieder dabei und begeisterte mit anmutigen Bewegungen.

Mitorganisatorin Doris Meyermann begrüßte die Gäste und freute sich gleichermaßen über die hohe Teilnehmerzahl und das gute Wetter. „Der Ort hier auf dem historischen Marktplatz ist neu und auch die gemeinsame Deko aus großen Weltkugel-Ballons. Selbstverständlich sind diese nicht aus Plastik, sondern biologisch abbaubar“, erklärte sie.

„Braun ist keine Farbe im Regenbogen“

Der Landtagsabgeordnete und stellvertretende Landrat Matthias Möhle überbrachte ein Grußwort, und Superintendent Dr. Volker Menke lobte das große Engagement für ein friedliches Peine. Passend zum Motto hatte er sich einen Regenbogen-Schal mitgebracht, mit dem er verdeutlichte, dass braun keine Farbe im bunten Regenbogen ist.

Mit zahlreichen Ständen und Aktionen positioniert sich das Peiner Bündnis für Toleranz gegen rechts Gedankengut. Viele Organisationen und Vereine haben sich beteiligt.

Dann startete das bunte Treiben auf der Festmeile. Es gab zahlreiche Mitmachangebote wie einen Sportparcours, Malen, Geschicklichkeitsspiele und das Malen kunstvoller Henna-Tattoos.

Eine Hüpfburg in Form eines Rettungswagens sorgte für Begeisterung bei den kleinen Besuchern. Außerdem hatten Schüler der Realschule Groß Ilsede ihre Plakatentwürfe für das Fest der Kulturen ausgestellt. Der siegreiche Entwurf warb in diesem Jahr für die Veranstaltung. Bei der tollen Auswahl war es der Jury schwergefallen, sich für ein Bild zu entscheiden.

Großes kulinarisches Angebot

Auch Kulinarisches war im Angebot wie zum Beispiel russische Spezialitäten oder bei den Temperaturen sehr gefragtes Slush-Eis.

Die Mitorganisatoren Doris Meyermann und Heiko Sachtleben zeigten sich am Ende des Festes sehr zufrieden mit der erneut tollen Resonanz auf das Fest der Kulturen und dankten allen Teilnehmern, Helfern und Gästen.

Auseinandersetzung sorgte für Polizeieinsatz

Am Rande der sonst friedlichen Veranstaltung kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen Anhängern der AfD und Mitgliedern der IG Metall. In einer Pressemitteilung informierte die AfD darüber, dass Bürger „teilweise verbal und körperlich bedroht“ worden seien. Die Polizei sei hinzugezogen und mehrere Anzeigen gegen einen Vertreter der IG Metall erstattet worden.

Doris Meyermann vom Bündnis für Toleranz äußert sich zu den Vorwürfen wie folgt: „Das diesjährige Fest der Kulturen ist bei allen Beteiligten und Besuchern und Besucherinnen aufs Positivste angenommen worden. Der neue Veranstaltungsort – der Peiner historische Marktplatz- gefiel besonders gut.“ Und weiter: „Das Auftreten der AfD-Mitglieder/Anhänger auf dem Fest werten wir als Provokation, die von den AfDlern ausging.“

Auch Frank Raabe-Lindemann bestätigt eine Auseinandersetzung, die rein verbal gewesen sein soll. „Dass es keine gewalttätigen Übergriffe gab, haben die beteiligten Metaller glaubwürdig versichert“, sagte der Gewerkschaftsvorsitzende der IG Metall für Peine gegenüber der PAZ.

Von Nicole Laskowski

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