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Stadt Peine Blas-Ensemble RestBlech ließ „den lieben Gott walten“
Stadt Peine Blas-Ensemble RestBlech ließ „den lieben Gott walten“
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14:46 17.03.2019
RestBlech Konzert Martin-Luther-Kirche Quelle: ulrich jaschek
Peine

Mut hat es ja, das Bläser-Ensemble „RestBlech“, am vergangenen Samstag ausgerechnet in der Martin-Luther-Kirche aufzutreten. Im geschützten Kirchenraum mit der beachtlichen Akustik jedoch musste „RestBlech“ auch wegen der Stahlwerk-Nachbarschaft nicht um sein Blech fürchten, wenn auch das Publikum zu Beginn zusammenzuckte.

Denn als das Ensemble „Zwo Processional Fanfares“ von Elgar Howarth anstimmte, erreichte es durchaus eine Geräuschkulisse, die in den Werkshallen nebenan Gehörschutz erfordert, vom harmonischen Klang des Bleches in der Kirche einmal abgesehen.

Eine Hauptmelodie des evangelischen Kirchengesangs

Sanfter und meditativer interpretierten die Musiker Stücke von Gabrieli, Schütz und Pachelbel, bis sie sich dem eigentlichen Thema ihres Programms näherten: Bachs Vertonung des Gebetes „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ (BWV 647), eine der Hauptmelodien des evangelischen Kirchengesangs.

Nach Bach haben sich diverse Tonsetzer dieser Melodie angenommen, so der 1963 geborene Kirchenmusiker Michael Schütz, der sich der Verbindung von traditionellen Musikstilen mit Popularmusik widmet. In dessen Choralmeditation lässt RestBlech ein bisschen Blues aufblitzen, in Schütz’ Choralfantasie schwingen sie sich gar an der Textstelle “… den verlässt er nicht…“ zu einem Triumphklang auf.

Zuhörer sangen mit

Die Zuhörergemeinde sang bei Orgelbegleitung durch Ina Wilhelm drei „Gemeindestrophen“ mit und kam so durch Mittun dem Konzertinhalt noch näher. Musikalisch ganz dicht und zum Niederknien schön interpretierte die Organistin den zweiten Satz „Andante“ von Bachs Triosonate e-moll.

Vom zeitgenössischen Kirchenmusiker Marius Branscheidt stammt das von RestBlech eher wie eine angeregte Synodendiskussion interpretierte Concerto zum Thema, während anschließend als Kontrast Georg Neumarks Choralsatz erklingt, der während des dreißigjährigen Krieges auch den Text dieses Trostgesanges ersann.

Begeisterung spürbar

Ganz besonders bei Vivaldis Es-Dur Sonate merkte man: Die Akteure musizieren, weil sie wollen, nicht weil sie müssen. So engagiert, so harmonisch, so liebevoll interpretieren sie die drei Sätze, dass es direkt ins Herz trifft. Und dass es auch „richtig modern“ kann, beweist das Laien-Ensemble zum Schluss: Das „Spiritual-Gebet“ von Enrique Crespo und John Rutters „Der Herr segne und behüte dich“ wurden raffiniert mit einem Sound unterlegt, der an die Dramatik von US-Filmmusik erinnert. Kurzkritik: Sehr gerne wieder!

Von Ulrich Jaschek

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