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Stadt Peine Polizei warnt: Schockanrufe in Edemissen und Wendeburg
Stadt Peine

Betrugsversuche in Edemissen und Wendeburg

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15:32 22.10.2021
Symbolfoto: Eine Seniorin telefoniert. Erneut gab es im Landkreis Peine Schockanrufe, mit denen Betrüger Geld ergaunern wollten.
Symbolfoto: Eine Seniorin telefoniert. Erneut gab es im Landkreis Peine Schockanrufe, mit denen Betrüger Geld ergaunern wollten. Quelle: Sebastian Gollnow/dpa
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Kreis Peine

Die miese Masche nimmt kein Ende: Nach Betrugsversuchen am Donnerstag in Edemissen und Wendeburg warnt die Peiner Polizei noch einmal eindringlich vor sogenannten Schockanrufen. „In den beiden aktuell angezeigten Fällen gaben sich die Anruferinnen als Familienangehörige aus und schilderten aufgeregt einen angeblichen Notfall. Sie hätten einen Unfall verursacht und wären nun von der Polizei festgenommen worden. Sie würden eine große Summe Bargeld als Kaution benötigen“, erläuterte Peines Polizei-Sprecher Malte Jansen.

Doch das war eine pure Lüge, die Betrüger hatten es darauf abgesehen, Geld von den Senioren zu erbeuten. Bei den Angerufenen handelte es sich um eine 80-Jährige und eine 86-Jährige, die den Betrugsversuch aber glücklicherweise durchschaut hatten.

Am Telefon wird enormer Druck aufgebaut

Das Vorgehen bei Schockanruf sei immer gleich. „Ein angebliches Familienmitglied ruft verängstigt und aufgelöst an und schildert die eigene Verhaftung nach einem Verkehrsunfall oder ähnlichem“, erläuterte der Polizei-Sprecher. Dann werde das Telefon in der Regel an eine vermeintliche „Polizistin“ oder einen vermeintlichen „Polizisten“ übergeben, der eine Geldsumme als Kaution fordert. Durch drängende Gesprächsführung werde enormer Druck auf die Angerufenen ausgeübt, um die Geldübergabe zu erreichen.

Oft mehrere Versuche in einer Gemeinde

„Auffällig ist, dass diese Anrufe häufig geballt in einer Stadt, Ortschaft oder Gemeinde auftreten“, merkt Peines Polizei-Sprecher an. Der wichtigste Tipp der Polizei: Nie auf Geldforderungen eingehen! Zuletzt hatte es mehrere dieser kriminellen Anrufe im September in der Stadt Peine gegeben – vornehmlich Senioren waren betroffen.

Nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen sollte zunächst Rücksprache mit Angehörigen oder sonstigen Vertrauenspersonen gehalten werden. „Gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit“, betont die Polizei. Wem eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt, sollte zudem die Polizei über den Notruf 110 anrufen.

Von Redaktion