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Stadt Peine Zugestochen: Anklage wegen versuchten Mordes
Stadt Peine Zugestochen: Anklage wegen versuchten Mordes
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23:02 11.04.2018
Landgericht Hildesheim Prozess Vergewaltigung Südstadt Quelle: Michael Lieb (mic)
Stederdorf

Am Abend des 27. Dezember 2017 rammte der Mann einer 19-Jährigen vor einem Haus in Stederdorf ein Messer in den Oberkörper, verfehlte dabei offenbar nur durch Zufall lebenswichtige Organe.

So steht es in der Schrift der Staatsanwaltschaft Hildesheim, die jetzt Anklage erhoben hat. Der Mann muss sich nun wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung in zwei Fällen vor dem Landgericht Hildesheim verantworten.

Ein 23-Jähriger wurde durch das Messer am Arm verletzt

Staatsanwältin Christina Pannek sagt: „Der Angeschuldigte hat offenbar aus Verärgerung darüber, dass das Geld bis dahin noch nicht oder erst spät von der Frau zurückgezahlt wurde, zugestochen.“

An der Auseinandersetzung soll auch ein 23-Jähriger beteiligt gewesen sein. Dieser brachte den Täter zu Boden, offenbar um ihn davon abzuhalten, der jungen Frau weitere Verletzungen zuzufügen, und wurde dabei ebenfalls durch das Messer am Arm verletzt.

Sowohl die Frau als auch der 23-Jährige Mann mussten in einem Krankenhaus ärztlich behandelt werden. Lebensgefahr bestand nicht.

Angeklagter behauptet, alkoholisiert gewesen zu sein

Laut Staatsanwaltschaft behauptet der Angeschuldigte, er habe sich gegen die junge Frau und den jungen Mann nur verteidigen wollen. In seiner Aussage habe er angegeben, vor dem Streit eine Flasche Wodka getrunken zu haben.

Kurz nach dem Vorfall im Dezember erließ ein Richter Haftbefehl gegen den 48-Jährigen wegen versuchten Mordes. Beamte des Spezialeinsatzkommandos Niedersachsen nahmen den Mann in den frühen Morgenstunden des Folgetages in seiner Wohnung in Stederdorf fest. Er leistete keinen Widerstand, bestritt jedoch die Tat. Bei der Durchsuchung der Wohnung fanden die Beamten Beweismittel und das Tatmesser.

Das war geschehen

Die damals sofort eingeleiteten Ermittlungen der Polizei hatten ergeben, dass sich die beiden Männer zur Tatzeit vor dem Haus am Hesebergweg getroffen hatten. Die 19 Jahre alte Bekannte der Männer kam hinzu.

Unvermittelt sei der 48-Jährige auf die Frau zugegangen, habe sie geschubst und ihr einen Schlag mit der flachen Hand ins Gesicht gegeben – und die Rückzahlung von Geld, das er ihr zuvor geliehen habe, gefordert. Dann sei es zu einem Streitgespräch gekommen, in dessen Verlauf der 48-Jährige das Messer aus seiner Jackentasche zog.

Ein Termin für die Hauptverhandlung steht lauf Landgerichts-Sprecher Philipp Suden noch nicht fest.

Von Michael Lieb

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