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Stadt Peine Barrierefreiheit: Diese Projekte hat die Stadt Peine umgesetzt
Stadt Peine Barrierefreiheit: Diese Projekte hat die Stadt Peine umgesetzt
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Der Außenbereich der Kindertagesstätte in Schmedenstedt wurde mit einer Rampe erweitert. Quelle: Stadt Peine
Peine

Kritik: Immer wieder haben sich Bürger – vor allem Senioren – bei der PAZ über die mangelnde Barrierefreiheit in der Peiner Innenstadt beschwert. Nun reagiert die Stadt und präsentiert zahlreiche Projekte, die bereits in der Fuhsestadt für die Barrierefreiheit umgesetzt wurden.

Als Beispiel nennt die Stadt-Sprecherin Petra Neumann die Neugestaltung des Werderparks. Vor zwei Jahren hatten die Arbeiten begonnen, inzwischen wurden die Wege durch die Grünanlage barrierefrei gestaltet. Dazu hat man vorhandene Treppen und Borde entfernt. Für die Umbauarbeiten beim Rathaus standen rund 160 000 Euro aus der Geschwister-Vollrath-Stiftung zur Verfügung. Diese Summe habe die Stadt investiert. Im Bereich des Hagenmarktes wurden im Jahr 2017 versenkbare Absperrpoller eingebaut, sodass Fußgänger den Bereich besser passieren können.

Arbeitsgruppe „Barrierefreies Peine“ veröffentlicht Ratgeber

Die Arbeitsgruppe (AG) „Barrierefreies Peine“, in der auch die Stadt Peine vertreten ist, gab einen Ratgeber mit Informationen rund um barrierefreies Bauen und Wohnen und deren Finanzierung heraus. Die Zusammenfassung wurde veröffentlicht, weil es für die Betroffenen bisher sehr mühevoll gewesen sei, die benötigten Informationen aus Internet, Zeitungen und anderen Quellen zu sammeln. Gemeinsam mit dem Senioren- und Pflegestützpunkt, dem Behindertenbeirat und der PAZ wurde der Ratgeber im Oktober 2018 herausgegeben. Der kostenlose Ratgeber ist in den Rathäusern, über die Lebenshilfe Peine-Burgdorf, beim Landkreis und im Senioren- und Pflegestützpunkt erhältlich.

Straßenbegehungen und Aufkleber für die Peiner Geschäfte

Die Arbeitsgruppe trifft sich regelmäßig, um sich über das brennende Thema auszutauschen. Zudem organisieren sie Straßenbegehungen, um weitere Barrieren aufzudecken. In dem Zusammenhang wurde auch das aktuelle Projekt mit Peine Marketing organisiert. Bei der Aktion können Geschäfte mit einem Aufkleber „Brauchen Sie Hilfe? Wir helfen gerne“ auf ihre barrierefreie Zugänglichkeit aufmerksam machen.

So barrierefrei ist Peine – eine Bildergalerie

In der Stadt und den Ortschaften wurden einige Plätze und Gebäude umgebaut, um die Barrierefreiheit zu gewährleisten.

Bei einigen Geschäften können zum Beispiel Rollstuhlfahrer durch fehlende Rampen nicht in den Laden fahren. In solchen Fällen hängen weitere Hinweise wie „Klopfen Sie an die Schaufensterscheibe, wir kommen gerne zu Ihnen heraus“ im Schaufenster.

Bei einem Praxistest vor rund zwei Monaten haben die Rollstuhlfahrer Julian Drozdziol und Marlin Babatz die Aufkleber ausprobiert, und gemerkt, wie barrierefrei die Peiner Geschäfte wirklich sind. „Bei manchen Läden sind die Eingänge noch etwas zu schmal, doch meistens funktioniert es“, sagte Drozdziol. Und falls nicht, bittet er um Hilfe. Die Scheu, fremde Personen anzusprechen, habe er längst abgelegt.

Bürgermeister Saemann will Peine barrierefrei gestalten

Damit Peine mehr und mehr für alle Menschen barrierefrei wird, möchte Bürgermeister Klaus Saemann (SPD) mit seinen Mitarbeitern kontinuierlich daran arbeiten. Jedoch bittet er um Verständnis, dass nicht alle Wünsche und Anregungen sofort umgesetzt werden können. „Trotzdem sollen alle Bürger ihre Ideen vorstellen, damit Peine zu einer barrierearmen Stadt werden kann“, erklärte Stadt-Sprecherin Neumann.

Abbau von Barrieren: Projekte in Peiner Ortschaften

Weitere Projekte zum Abbau von Barrieren wurden auch in den Peiner Ortsteilen umgesetzt. In der städtischen Kindertagesstätte „Rappelkiste“ in Duttenstedt hat man im Juni die Verbindungstür zur Altenbegegnungsstätte verbreitert. Sie war bereits barrierefrei zugänglich, sodass auch ein barrierefreies WC verfügbar ist. Durch die breitere Tür könne nun alle Gruppen das WC erreichen.

Der evangelische Kindergarten „Drachenhöhle“ in Schmedenstedt erhielt einen zweiten Eingang, der über eine neu angelegte Rampe erreicht werden kann. Zusätzlich wurde das bestehende Mitarbeiter-WC mit dem daneben liegenden Abstellraum zusammengefasst. An dieser Stelle entstand ein barrierearmes WC mit einschränkungsgerechter Ausstattung. Dieses wurde im November errichtet.

Auch im städtischen Jugendfreizeitzentrum in Dungelbeck hat man die Baustelle im November abgeschlossen. Dort wurde das Podest im Eingangsbereich durch eine Rampe erweitert und die vorhandene Jungen-Toilette saniert, vergrößert und mit einer einschränkungsgerechten Ausstattung versehen.

Im Gemeindesaal in Rosenthal wurden das WC und die Teeküche zu einem Raum zusammengeschlossen und zu einem barrierefreien WC umgebaut. Die Teeküche bekam einen neuen Platz im Gemeindesaal. Zudem hat die Stadt das Podest im Eingangsbereich vergrößert und ein barrierefreier Zugang geschaffen.

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Von Ann Kathrin Wucherpfennig

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