Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Stadt Peine Autorinnen morden in Peine mit Gift
Stadt Peine Autorinnen morden in Peine mit Gift
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:00 29.07.2019
Die Autorinnen Silvia Nagels (von rechts) und Gabi Büttner mit der Ideengeberin Astrid Kampe-Bublitz. Quelle: Ulrich Jaschek
Peine

Viele Köche, so wird behauptet, würden den Brei verderben. Die Autorinnen Gabi Büttner und Silvia Nagels haben versucht, zu beweisen, dass diese Volksweisheit nicht zwingend für die literarische Rezeptur von Krimis und Thrillern gelten muss. Ihr Werk „Mondscheingift“ haben sie nämlich in drei Monaten speziell weiblich-solidarischer Schreibtischarbeit zusammengemixt und in mehr als 360 Seiten zwischen schwarze Buchdeckel gepresst. Nun ist diese Kombination aus Thriller und Krimi im Selbstverlag erschienen.

Kennengelernt haben sich die in Peine lebende Nagels und ihre hannoversche Autorenkollegin vor vier Jahren und entschlossen sich kürzlich zum gemeinsamen Schreibprojekt. Der Impuls zu dieser Produktion, so lassen die Schriftstellerinnen wissen, stamme allerdings von der Peiner Geschäftsfrau Astrid Kampe-Bublitz, in deren Ladenlokal für Elektro-Zigaretten sowohl die Idee für Plot als auch Tatort entstanden sei.

Literarisch hat es „gefunkt“

Dass es zwischen Büttner und Nagels literarisch „gefunkt“ hat, habe sich allerdings erst nach und nach herausgestellt. Während sich nämlich erstere eher beim Verfassen düsterer Thriller auslebe, stehe Nagels auf beschauliche Landhauskriminal-Literatur. Und tatsächlich scheinen die „kriminellen Zutaten“ der beiden bereits im ersten Versuch innerhalb der ersten 50 Seiten anzubrennen. Statt das Projekt schnöde aufzugeben, versucht das Duo jedoch einen Neustart: Büttner zügelt die „harte Gangart“ und „Ich habe die Sau rausgelassen“, bestätigt Nagels und lacht. Darüber hinaus einigen sie sich auf personelle Zuständigkeiten. „So wurde das Schreiben zu einem schriftlichem Rollenspiel, in dem jede auf die Vorgabe der anderen zu reagieren hatte“, erklärt Büttner.

Die Schriftstellerinnen, so viel darf vorweggenommen werden, setzen dabei zum Meucheln auf gar abscheulichen Wirkstoff. Ein Elixier, gewonnen aus dem Stechapfel, einer im heimischen Garten anspruchslos heranwachsenden Pflanze, an der bis auf den Samen wirklich alles vor Gift nur so strotzt und das Opfer je nach Dosierung nach quälenden Horror-Halluzinationen allmählich durch Atemlähmung verblassen lässt.

Intensives Leseerlebnis

Der mit Peine vertrauten Leserschaft möchten Büttner und Nagels ein besonders intensives Leseerlebnis bereiten, indem sie die Handlungen nach penibler Recherche in allgemein bekannte Peiner Umgebungen legen. Und weil Ermittler bei der Tätersuche oft sowieso im Dunkel tappen, schicken sie die Autorinnen zusätzlich durch das neblige Milieu der Verwender so genannter E-Zigaretten, von wo sie sich an jene vortasten, die das spezielle Liquid kreieren und verkaufen.

Eine Marketing-Steilvorlage für Astrid Kampe-Bublitz, die sich als Inhaberin eines so genannten „Dampferladens“ von der Buchvorlage inspirieren ließ, ihre Angebotspalette kreativ zu überarbeiten. Die Autorinnen indessen flirten bereits mit der Idee von „Mondscheingift“-Stadtführungen zu den Peiner Tatorten mit entsprechenden Lesehäppchen – garantiert ohne Stechapfelmus-Häubchen, versteht sich!

Das Buch „Mondscheingift“ hat 361 Seiten und kostet 12,99 Euro.

Von Ulrich Jaschek

Murphys Gesetz: „Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen.“ Und so blieb am Freitag in der Bäckerei Seidel an der Woltorfer Straße gleich zweimal der Ofen kalt. Erst gab es durch das Feuer im Umspannwerk einen Stromausfall, dann fuhr ein 87-Jähriger einen Stromkasten um – wieder war alles dunkel.

29.07.2019

Ein Feuer im Peiner Umspannwerk löste am Freitag einen flächendeckenden Stromausfall aus. Das ist bislang über das Feuer und die Folgen bekannt.

29.07.2019

Ein 34- und 35-Jähriger sollen in Peine mit Marihuana und Kokain in großen Mengen gedealt haben – jetzt müssen sie sich vor Gericht verantworten. Aktuell sitzen beide in Untersuchungshaft.

29.07.2019