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Stadt Peine Wildunfall-Risiko in Peine: „Autofahrer sollen Geschwindigkeit drosseln“
Stadt Peine Wildunfall-Risiko in Peine: „Autofahrer sollen Geschwindigkeit drosseln“
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13:36 27.03.2019
Ein rotes Dreibein mit dem Hinweis auf einen Wildunfall: Die Gefahr von Zusammenstößen mit Tieren steigt.
Ein rotes Dreibein mit dem Hinweis auf einen Wildunfall: Die Gefahr von Zusammenstößen mit Tieren steigt. Quelle: dpa
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Kreis Peine

Am Sonntag, 31. März, werden die Uhren um eine Stunde vorgestellt, der Berufsverkehr fällt über Nacht in die Dämmerung. „Wildtiere kennen allerdings weder Winter- noch Sommerzeit. Mit zunehmender Tageslänge werden sie aktiver. Insbesondere Vegetarier wie das Reh schalten im Frühjahr den Energiesparmodus aus und sind vermehrt auf Futter- und Reviersuche“, informiert Hagen Lange, Vorsitzender der Jägerschaft Peine. Die Hauptaktivität falle in die Morgen- und Abenddämmerung, in der reger Berufsverkehr auf den Straßen herrsche. Damit steige die Gefahr von Wildunfällen.

Vor allem Rehe sind betroffen

Keine andere große Säugetierart sei derart häufig in Verkehrsunfälle verwickelt wie das Reh. Das gehe aus der aktuellen Statistik des Deutschen Jagdverbandes hervor. „Das gilt leider auch für unseren Peiner Landkreis“, sagt Lange. So kamen im vergangenen Jahr im Peiner Land 526 Rehe im Straßenverkehr zu Tode. Zum Vergleich in Deutschland: Im erfassten Zeitraum April 2017 bis März 2018 ereigneten sich 191 590 Unfälle mit Rehen.

Umsichtig fahren

Der Jägerschaftsvorsitzende appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, besonders in der Dämmerung auf Straßen entlang der Wald-Feld-Kante oder durch den Wald besonders umsichtig zu fahren und die Geschwindigkeit zu drosseln. „Wenn ein Tier auf die Fahrbahn läuft, sollte der Fahrer kontrolliert bremsen, abblenden und hupen. Ist ein Zusammenstoß unvermeidbar: Bremspedal durchtreten, Lenkrad gut festhalten und Fahrtrichtung beibehalten“, so Hagen. Unkontrollierte Ausweichmanöver würden das Unfallrisiko erhöhen. Daher sollte man nach einem Crash die Warnblinkanlage einschalten, die Unfallstelle absichern und die Polizei verständigen.

Von Birthe Kussroll-Ihle