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Stadt Peine Auf der Suche nach dem perfekten Hund
Stadt Peine Auf der Suche nach dem perfekten Hund
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09:58 29.05.2011
Collie-Fans unter sich: Bianka Pohl mit Orson und John Hansen aus Dänemark mit Herbie.
Collie-Fans unter sich: Bianka Pohl mit Orson (links) und John Hansen aus Dänemark mit Herbie. Quelle: sur
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Peine. „Ich liebe die Hunde!“, sagt John Hansen. Extra für die Schau ist der Däne den weiten Weg nach Peine gereist. Sein Collie Herbie ist die langen Fahrten gewohnt – etwa zweimal im Monat tritt er bei Hundeschauen an.

Herbie ist es auch gewohnt, still neben seinem Herrchen auf dem Rasen zu stehen und auf die Zuchtrichterin zu warten. Die geht von einem Hund zum anderen, schaut den Tieren ins Maul und tastet sie ab, um festzustellen, ob die Collies unter dem dichten Fell auch Muskeln haben. Vom Griff zwischen die Beine bleiben die Tiere ebenfalls nicht verschont: „Wenn ein Hoden fehlt oder sogar beide, wird der Hund disqualifiziert“, erklärt Peter Fricke die knallharten Regeln der Schau.

Fricke ist der Vorsitzende der Landesgruppe Niedersachsen im Club für Britische Hütehunde. Er weiß: „Den idealen Hund gibt es nicht. Aber die Züchter versuchen, dem Ideal möglichst nahe zu kommen.“ Im sogenannten Rassestandard ist festgelegt, wie der perfekte Hund aussieht – von der Körpergröße bis zur Form der Augen. Auch der Charakter zählt: „Der Hund darf nicht aggressiv sein, aber auch nicht ängstlich“, sagt Fricke.

Seine Tochter Deryn tritt mit ihrem Hund nicht beim Schönheitswettbewerb an – statt dessen tanzt sie mit ihm. „Dogdancing hat nichts damit zu tun, dass man seinen Hund bei den Vorderfüßen packt und mit ihm Wiener Walzer tanzt – das ist Quatsch“, sagt sie. Statt dessen dreht sich ihr Border Collie Bronson zur Musik im Kreis, macht eine Rolle auf dem Rasen und geht ein paar Schritte auf den Hinterbeinen. Die Abfolge von Tricks sieht wirklich ein wenig nach Tanz aus – und Bronson hat sichtlich Spaß dabei, obwohl er mit elf Jahren nicht mehr der Jüngste ist. „Hunde können in jedem Alter noch neue Tricks lernen“, sagt Fricke. „Allerdings muss ich die Kommandos inzwischen etwas lauter aussprechen als früher.“

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