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Stadt Peine Asse-Wasser könnte durch den Landkreis Peine transportiert werden
Stadt Peine Asse-Wasser könnte durch den Landkreis Peine transportiert werden
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23:00 19.07.2018
Umstrittenes Asse-Wasser: Seit Monaten protestieren viele Sehnder mit gelben Holzkreuzen gegen die Einleitung der Lauge. Quelle: Archiv
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Peine/Sehnde

Allerdings stehe auch nach der Entscheidung des Landesamtes noch nicht fest, welcher Anlieferungsweg für das Wasser gewählt wird, erklärte Monika Hotopp, Pressesprecherin der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE), auf PAZ-Anfrage. „Die Route würde das Transportunternehmen festlegen, es ist dabei weiterhin nicht auszuschließen, dass der Transportweg durch den Landkreis Peine führt.“

Im Durchschnitt alle sechs Wochen könnten dann an zwei bis drei Tagen rund sechs Lastwagen pro Tag die Lösung anliefern. „Da es sich bei der Entsorgung im Bergwerk Bergmannssegen-Hugo um eine sogenannte Backup-Option handelt, ist zu erwarten, dass das tatsächliche Aufkommen deutlich geringer sein wird“, so Hotopp. Noch sei auch völlig offen, ob es überhaupt zu einer Einleitung kommen wird.

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Bürgerinitiative zweifelt an geplanter Messmethode

Bei dem Zutrittswasser aus der Asse handelt es sich um Salzlösungen in einer täglichen Menge von rund zwölf Kubikmetern. Diese waren über viele Jahre hinweg ebenfalls zu Flutungszwecken im ehemaligen Kalibergwerk Mariaglück bei Celle verwertet worden. Dessen Flutung wird voraussichtlich in diesem Jahr beendet. Weitere Entsorgungsoptionen wurden und werden untersucht – und eine ist eben das Bergwerk in Sehnde.

Diese undatierte Aufnahme zeigt einen Radlader, der in der Schachtanlage Asse Fässer mit radioaktivem Müll in eine Kammer kippt. Quelle: Archiv

Hotopp unterstreicht jedoch ausdrücklich, dass die Salzlösungen aus der Asse radiologisch unbedenklich seien. Es handele sich um Zutrittswasser von oberhalb der atomaren Abfälle.

Die Bürgerinitiative „Asse-Wasser-nein-Danke.de“ bleibt dennoch weiter skeptisch. Sie zweifelt die geplante Messmethode an, mit der die Unbedenklichkeit des Wassers bestimmt werden soll. In einer ersten Stellungnahme zeigten sich Vertreter der Initiative auch verwundert über die mögliche Menge an Asse-Wasser. Bislang seien viel geringere Kubikmeter-Zahlen genannten worden als zuletzt.

Von Tobias Mull