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Stadt Peine Arnulf Rating lässt Publikum nach Luft japsen
Stadt Peine Arnulf Rating lässt Publikum nach Luft japsen
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13:55 17.02.2019
Der Kabarettist Arnulf Rating wirbelte wortreich durch das ausverkaufte Forum. Quelle: Grit Storz
Peine

Die Zeitungsshow als politischer Rückblick im Schnellzugtempo, bittere Wahrheiten in Form von Shampooflaschen und Wortakrobatik zum Niederknien: Der Kabarettist Arnulf Rating wirbelte mit seinem neuen Programm „Tornado“ im ausverkauften Forum herein, kreiselte in die Köpfe, kitzelte die Lachmuskeln und rauschte dann weiter.

Der Mann hat eine Mission und lässt sich nicht aufhalten. Sein vorgeblicher Hunger, den er angeblich durch die Deutsche Bahn bekam und der live auf der Bühne mittels eines halben Hähnchens gestillt wurde, bildete den Auftakt einer rasanten Show, bei der das Publikum in jeder Sekunde wach sein musste.

Ausverkauftes Forum beim Auftritt von Arnulf Rating. Quelle: grit storz

Rating ist ein Schnellsprecher und scharfer Analytiker. Die Manipulation der Menschen steht in seinem Programm im Mittelpunkt und die Zuhörer stellten mit Erschrecken fest, dass durchaus auch sie gemeint sind. Wahlprogramme, Politik und Gesellschaft – die drei-Sorten-Regel gilt schon lange nicht mehr, weder bei Parteien noch im Fernsehprogramm.

Jeder der sich berufen fühlt, könne einen Bedarf durch Manipulation erzeugen, den er dann sofort bediene, so der Kabarettist. Die Zeiten sind hart, und Politiker egal welcher Farbe versuchen, ein großes Stück vom Kuchen abzubekommen – Ratings Shampoo-Show zielte genau darauf. Überall sei das Gleiche drin, aber es steht was anderes darauf. Das käme davon, dass Politiker kein Ausbildungsberuf sei, sondern nur eine angelernte Tätigkeit, dafür aber überbezahlt und überbewertet, meint Rating.

Nassgelachte Taschentücher

Atemlos nach Luft japsend und mit nassgelachten Taschentüchern in der Hand verfolgten die Zuhörer die Show. Der Mann mit leuchtend blauem Samtanzug und knallroten Lackschuhen versteht sein Handwerk. So verpackte er die Botschaften in Zeitungspapier. Ob Weltpolitik, Rentenfragen oder die Lokalnachrichten – anhand von Schlagzeilen hielt er der Gesellschaft den schon fast blinden Spiegel vor die Nase.

Die Digitalisierung mache alles nur noch schlimmer, folgerte der 67-Jährige, sei doch der Computer die Schnittstelle zwischen natürlicher Dummheit und künstlicher Intelligenz. Ohne (Facebook-)Profil und mit begehbaren Handys (Telefonzellen) habe die Menschheit es sehr weit gebracht – warum es nun scheinbar nur noch bergab geht, liege an den Wahrheiten.

Schnell verbreitet, oft ungeprüft und selten richtig gewichtet sei Wahrheit nur noch eine Ware. Seine Wahrheiten brachte Rating mit großem Wortwitz, skurrilen Vergleichen und fundiertem Wissen an das Publikum. Das dankte mit tosendem Applaus.

Von Grit Storz

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