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Stadt Peine Anordnung für Peine: Auch Geschäfte müssen jetzt schließen
Stadt Peine Anordnung für Peine: Auch Geschäfte müssen jetzt schließen
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12:28 17.03.2020
Blick in die Peine Fußgängerzone: Einzelhandelsgeschäfte müssen nun auch schließen, bis auf wenige Ausnahmen. Quelle: Antje Ehlers
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Peine

Die meisten Einrichtungen haben schon dicht gemacht, jetzt müssen auch Einzelhandelsgeschäfte, Bars und Spielplätze geschlossen werden. Eine dementsprechende Allgemeinverfügung hat der Landkreis Peine soeben auf Weisung des niedersächsischen Gesundheitsministeriums erlassen.

Für den Publikumsverkehr werden geschlossen:

• Alle Verkaufsstellen des Einzelhandels, insbesondere Outlet-Center, einschließlich der Verkaufsstellen in Einkaufscentern

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• Bars, Clubs, Kulturzentren, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen

• Theater, Opern, Konzerthäuser, Museen, Bibliotheken und ähnliche Einrichtungen und unabhängig von der jeweiligen Trägerschaft oder von Eigentumsverhältnissen

• Messen, Ausstellungen, Kinos, Zoos, Freizeit- und Tierparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen), Spezialmärkte, Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Einrichtungen

• Der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Schwimm- und Spaßbäder, Fitnessstudios, Saunen und ähnliche Einrichtungen

• Alle Spielplätze einschließlich Indoor-Spielplätze

• Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen

Und diese Ausnahmen gibt es:

Ausdrücklich von der Schließung ausgenommen sind:

• Der Einzelhandel für Lebensmittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Frisöre, Reinigungen, Waschsalons, der Zeitungsverkauf, Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte, der Großhandel und Dienstleister aus dem Gesundheitsbereich.

Verboten werden:

• Zusammenkünfte in Vereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie die Wahrnehmung von Angeboten in Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen im außerschulischen Bereich sowie Reisebusreisen

• Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen, Synagogen und die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften, einschließlich der Zusammenkünfte in Gemeindezentren

• Alle öffentlichen Veranstaltungen; ausgenommen sind Sitzungen kommunaler Vertreter und Gremien sowie des Landtages und der dazugehörigen Ausschüsse und Gremien

• Alle Ansammlungen im Freien (Richtgröße für Ansammlungen: mehr als 10 Personen)

• Alle privaten Veranstaltungen mit mehr als 50 Teilnehmenden.

Nicht unter den Veranstaltungsbegriff fällt die Teilnahme am öffentlichen Personennahverkehr oder der Aufenthalt an der Arbeitsstätte!

Die Allgemeinverfügung gilt sofort ab sofort bis einschließlich Sonnabend, 18. April 2020. Eine Verlängerung ist möglich. Vor dem Hintergrund der sehr dynamischen Verbreitung von Infektionen mit dem SARS-CoV-2 Virus und Erkrankungen an Covid-19 müssten unverzüglich weitere umfänglich wirksame Maßnahmen zur Verzögerung der Ausbreitungsdynamik und zur Unterbrechung von Infektionsketten ergriffen werden, um im Interesse der Bevölkerung und des Gesundheitsschutzes die dauerhafte Aufrechterhaltung des Gesundheitssystems in Niedersachsen sicherzustellen, heißt es in der Mitteilung des Landkreises.

„Die großflächige Unterbrechung und Eindämmung eines Großteils der sozialen Kontakte stellt – über die bereits ergriffenen Maßnahmen hinaus – das einzig wirksame Vorgehen dar, um das Ziel einer Entschleunigung und Unterbrechung der Infektionsketten zu erreichen“, so Landkreis-Pressesprecher Fabian Laaß.

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Von der Redaktion