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Stadt Peine Dumm gelaufen: Streit mit Mutter „kostet“ Peiner 700 Euro Strafe
Stadt Peine Dumm gelaufen: Streit mit Mutter „kostet“ Peiner 700 Euro Strafe
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09:20 23.07.2019
Vor dem Amtsgericht wurde gegen den Peiner verhandelt. Quelle: Archiv
Peine

Zu einer Geldstrafe in Höhe von 700 Euro ist ein 33-jähriger Peiner vor dem Amtsgericht verurteilt worden. Er hatte im Keller vier Hanfpflanzen angebaut, um daraus nach eigenen Angaben Marihuana für den Eigenbedarf zu gewinnen.

Vorausgegangen war Streit mit Mutter

Zum Verhängnis war dem Peiner dabei ein Streit mit seiner Mutter geworden, die Ende November bei ihm zu Besuch war. Im Laufe einer Auseinandersetzung habe diese sich bedroht gefühlt und die Polizei gerufen, sagte ein als Zeuge geladener Polizeibeamter während der Verhandlung am Montag. Eine Bedrohung habe er zwar nicht nachweisen können, als er und ein Kollege am Einsatzort eingetroffen wären, so der Polizist weiter – allerdings sei ihm eine offene Tüte mit eigentümlichen Blattresten aufgefallen. Daraufhin habe er einen richterlichen Durchsuchungsbeschluss beantragt und die Wohnung sowie dazugehörige Räume durchsucht.

Anbau wirkte laienhaft

Im Keller hätten die Beamen schließlich einen Rollschrank gefunden, der mit einer entsprechenden Beleuchtungsanlage versehen war. In ihm befanden sich vier Marihuana-Pflanzen, darunter zwei Setzlinge. Der Anbau habe auf ihn laienhaft gewirkt, erklärte der Polizist auf Nachfrage. Weiter hätten die Beamten noch eine Menge von 113 Gramm Marihuana gefunden – eine nicht unerhebliche Menge, wie der Vorsitzende Richter feststellte, sowie eine Wasserpfeife mit Blattresten der Pflanzen.

Drogenanbau als „Kavaliersdelikt“ betrachtet

Es tue ihm leid, so der Peiner, der nur gelegentlich selbst konsumiere. Zum Anbau der Pflanzen, von denen die größte schon 100 Zentimeter hoch war, sagte er nur: „In den Medien wird es immer so dargestellt, als ob es ein Kavaliersdelikt ist.“

Dass der Angeklagte mit einer Geldstrafe davongekommen ist, habe er seinem Eingeständnis der Tat und der Tatsache zu verdanken, dass er nicht vorbestraft sei. Allerdings empfahl ihm der Richter, sich bezüglich des Drogenkonsums ärztliche Hilfe zu suchen, damit er nicht in eine Abwärtsspirale gerate.

Von Antje Ehlers

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