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Stadt Peine Nach Schlägerei: Hohe Geldstrafe für 37-Jährigen
Stadt Peine Nach Schlägerei: Hohe Geldstrafe für 37-Jährigen
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Die Verhandlung fand vor dem Amtsgericht in Peine statt. Quelle: Archiv
Peine

1200 Euro Geldstrafe für gefährliche Körperverletzung: So lautete jetzt das Urteil gegen einen 37-jährigen Sudanesen, der in Peine wohnt, vor dem Amtsgericht in Peine.

Aus Streit wurden Handgreiflichkeiten

Am 24. August 2018 kam es nachmittags zu einer, anfangs noch verbalen Auseinandersetzung zwischen dem angeklagten Sudanesen und einem weiteren Asylbewerber in einer Peiner Asyl-Unterkunft. Im weiteren Verlauf der Streitigkeiten gab es dann Handgreiflichkeiten und Faustschläge. Das Opfer erlitt dabei eine blutende Kopfverletzung an der Augenbraue. Anschließend soll der Angeklagte ein schweres Trinkglas auf sein Opfer geworfen und ihn damit am Ellenbogen verletzt haben. Bei dem Streit ging es um einen Drogenhandel mit Haschisch im Wert von 35 Euro. Als Streitwert gab der Angeklagte einen noch offenstehenden Betrag von fünf Euro an, den das spätere Opfer vom Angeklagten gefordert hatte.

„Ich hatte getrunken“

Der Sudanese gab die verbale Auseinandersetzung und seine Faustschläge vor Gericht zu. Angeblich wollte er sich nur verteidigen. „Ich hatte an dem Tag eine halbe Flasche Whisky getrunken. Ja, ich trinke täglich Alkohol“, äußerte der Angeklagte und führte weiter aus: „Das Opfer hat das Glas geworfen und sich anschließend selber verletzt, um diese Tat vorzutäuschen.“

Ein Zeuge, der den Tathergang vor Ort beobachtet hatte, schilderte glaubhaft, dass der Angeklagte das Glas geworfen und das Opfer dadurch verletzt hatte. Die geringfügigen, blutenden Verletzungen versorgte man im Peiner Klinikum ambulant. Der 37-jährige Sudanese wurde nach der Tat von der Polizei vorläufig festgenommen.

Angeklagter legte Teilgeständnis ab

Die Staatsanwältin ging in ihrem Plädoyer von einer gefährlichen Körperverletzung in einem minderschweren Fall durch den Angeklagten aus. Positiv wurde bewertet, dass der Sudanese ein Teilgeständnis ablegte und bisher noch keine Eintragungen im Bundeszentralregister vorliegen. Als Geldstrafe forderte die Staatsanwältin eine Geldstrafe von 120 Tagessätze je 10 Euro (1200 Euro) gegen den Angeklagten. Unter Tränen sagte der Sudanese: „Ich habe doch kein Geld. Ich gehe zur Schule und bleibe bei meiner Aussage: Ich habe ihn nur am Kopf verletzt, mehr nicht!“

Auch der Richter stufte die Zeugenaussage zum Tathergang als glaubwürdig ein. In seinem Urteil schloss er sich dem Antrag der Staatsanwältin an und verhängte eine Geldstrafe von 1200 Euro.

Von Eckhard Bruns

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