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Stadt Peine Peiner Amnesty-Gruppe kämpft für die Freiheit von sechs jungen Lebensrettern
Stadt Peine Peiner Amnesty-Gruppe kämpft für die Freiheit von sechs jungen Lebensrettern
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13:06 09.12.2019
Von links: Ortrud Sander, Reinhard Leidig und Giselher Stoll. Quelle: Michaela Gebauer
Peine

Weil die in Deutschland lebenden Sarah Mardini (24) und Seán Binder (25) Schiffbrüchigen in Griechenland helfen wollten, sollen sie für 25 Jahre inhaftiert werden. Dies möchten die Peiner Mitglieder der Menschenrechtsorganisation Amnesty International verhindern und haben am Sonntagvormittag während des Adventsgottesdienstes einen Vortrag in der St.-Jakobi-Kirche gehalten.

Haft für Lebensretter

Anlass für diesen Gottesdienst war nicht nur der zweite Advent, sondern auch der Tag der Menschenrechte, der am Dienstag, 10. Dezember, stattfindet. Die Mitglieder Amnesty-Gruppe haben Schicksale von sechs jungen Menschen aus fünf verschiedenen Ländern vorgetragen, die wegen ihres Einsatzes für die Rechte anderer oder aus Missachtung ihrer eigenen Rechte nun in Haft sind oder inhaftiert werden sollen.

Reinhard Leidig beim Adventsgottesdienst in der St.-Jakobi-Kirche. Quelle: Michaela Gebauer

Im Fall von Mardini und Binder handelt es sich um zwei junge Menschen, die bereits rund 100 Tage in Untersuchungshaft saßen. Aufgrund der Zahlung einer Kaution kamen sie vorerst wieder frei. Ihnen wird Spionage, Schlepperei, und Mitgliedschaft in einem kriminellen Netzwerk vorgeworfen. In Wahrheit sollen Mardini und Binder aber einer ehrenamtlichen Organisation angehören, die an der Küste der griechischen Insel Lesbos nach in Seenot geratenen Booten Ausschau hält, um Schiffbrüchigen helfen zu können. Die griechische Regierung schenke den beiden aber keinen Glauben.

Briefmarathon für die Freiheit

Nach Gebeten und Fürbitten des Superintendenten Dr. Volker Menke und einer Lesung aus dem Buch des Propheten Jesaja, wurden die Teilnehmer des Gottesdienstes gebeten, sich die von der Menschenrechtsorganisation bereit gelegten Briefvorlagen anzusehen und gegebenenfalls zu unterzeichnen. In den Briefvorlagen konnten sich die Gottesdienstteilnehmer mit ihrer Unterschrift für die Freiheit der sechs jungen Menschen bekennen.

Ziel der Amnesty-Gruppe ist es, diese Briefe im Rahmen eines Briefmarathons den zuständigen Behörden zukommen zu lassen, und die jungen Menschen vor ihrem Schicksal bewahren zu können.

Superintendent Dr. Volker Menke beim Gottesdienst in der St.-Jakobi-Kirche zum zweiten Advent. Quelle: Michaela Gebauer

Von Michaela Gebauer

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