Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Stadt Peine „Alrum – Spuren eines untergegangen Dorfes“
Stadt Peine „Alrum – Spuren eines untergegangen Dorfes“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:58 04.03.2019
Die Ausstellung „Alrum – Spuren eines untergegangen Dorfes“ im Flur des Kreishauses zeigt archäologische Zeugnisse eines verschwundenen Ortes. Quelle: Landkreis Peine
Anzeige
Kreis Peine

Wüstungen nennt man untergegangene Orte, die es in der Vergangenheit gab, die aber aus verschiedenen Gründen verlassen wurden. „Ein Paradebeispiel für die Wüstungsforschung in unserer Region ist die Wüstung ,Alrum’ westlich von Dungelbeck in Richtung Klinikum Peine – gelegen auf einem Hügelsporn am nördlichen Ausläufer der Pisserniederung, unweit der Einmündung in das Fuhsetal“, erläutert Kreissprecher Fabian Laaß.

Seit 1963 wird Wüstung erforscht

Seit 1963 wird diese Wüstung erforscht. Jetzt präsentiert der Archäologe Thomas Budde zusammen mit dem Heimatverein Dungelbeck im Flur des Kreishauses die Forschungsergebnisse auf elf Ausstellungstafeln.

Anzeige

Eindruck des untergegangenen Alrum

Außerdem werden Ausgrabungsfunde gezeigt: Metall- und Keramikobjekte des täglichen Gebrauchs der Alrumer und Fragmente der Häuser, in denen sie lebten, erlauben einen Eindruck des untergegangenen Alrum.

„Vor einem halben Jahrtausend, gegen Ende des Mittelalters, wurden in unserer Region zahlreiche Dörfer aufgegeben und verlassen“, schildert Laaß. Im nördlichen Teil des Landkreises Peine kommen sogar auf jedes bestehende Dorf ein bis zwei untergegangene Orte, deren Spuren noch unter Äckern, Wäldern und Wiesen zu finden sind.

Ausstellung und Begleitbuch

Die Ausstellung „Alrum – Spuren eines untergegangen Dorfes“ ist bis zum 31. März im Flur des Kreishauses an der Burgstraße 1 in Peine zu sehen. Neben der Ausstellung erschien beim Kreisheimatbund das 170 Seiten starke Begleitbuch Alrum, Throne. Beiträge zur Wüstungsforschung im Landkreis Peine (9,90 Euro), das sowohl beim Heimatverein Dungelbeck als auch im Kreismuseum Peine erworben werden kann.

Von Jan Tiemann