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Stadt Peine Aktion „Das Peiner Land näht“: PAZ-Redakteurin beteiligt sich und näht Mundschutze
Stadt Peine Aktion „Das Peiner Land näht“: PAZ-Redakteurin beteiligt sich und näht Mundschutze
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19:33 25.03.2020
Alles, was man fürs Nähen eines Mundschutzes braucht, hatte PAZ-Redakteurin Kerstin Wosnitza zu Hause. Quelle: Kerstin Wosnitza
Peine

Schutzkleidung ist vor dem Hintergrund der Corona-Krise zurzeit ein wichtiges Thema. Knapp sind unter anderem Schutzmasken. Weil diese sich selbst nähen lassen, wurde jetzt unter dem Motto „Das Peiner Land näht“ zu einer Hilfsaktion aufgerufen. Aber Achtung: Der selbst genähte Mundschutz ist weder geprüft noch zertifiziert und deshalb nur ein Hilfsmittel. Sie sind nicht als Eigenschutz geeignet, wohl aber als Fremdschutz: Sie können dazu beitragen, dass man niemanden unbewusst ansteckt, sollte man selbst infiziert sein, ohne es zu wissen.

Anleitungen gibt es online

Zu der Näh-Aktion rufen die Kreis-Sozialdezernentin Dr. Andrea Friedrich gemeinsam mit der Peiner Ärzteschaft und den Kirchengemeinden im Landkreis Peine auf. Eine Anleitung ist auf der Internet-Seite des Landkreises www.landkreis-peine.de/Aktuelles-Bürgerservice/Coronaviren hinterlegt. PAZ-Redakteurin Kerstin Wosnitza ist passionierte Hobby-Schneiderin und hat sie ausprobiert.

Kerstin Wosnitza mit ihrem ersten selbstgenähten Mundschutz. Quelle: Kerstin Wosnitza

„Ich hatte mich schon länger mit dem Gedanken getragen, Schutzmasken zu nähen und zu spenden. Das ist bisher an zwei Gründen gescheitert: Zum einen wusste ich nicht, ob und wo ich sie loswerden kann, zum anderem nutze ich mein Nähzimmer derzeit zum Home-Office, und die sonst allzeit bereite Nähmaschine musste Laptop, Bildschirm und Tastatur weichen. Aber wenn jetzt so deutlich ist, dass ich mit meinem Hobby Gutes tun kann, werde ich eben abends umräumen“, sagt sie.

Die Anleitung auf der Seite des Landkreises hält sie für Näh-Anfängerinnen nicht besonders geeignet, denn sie setzt Kenntnisse voraus. Wer damit nicht klar kommt, finde aber problemlos online zahlreiche andere Anleitungen, teils auch als Video. Da sollte für jeden etwas dabei sein. Als Draht hat sie nicht allzu dicken Blumendraht verwendet.

Auch Landfrauen starten Aktion

Aktiv geworden sind auch bereits die Landfrauen. „Mundschutze fehlen allerorten – viele Landfrauen können nähen: Da war es vom Gedanken zur Tat nur ein kleiner Schritt“, heißt es in einer Pressemitteilung des Niedersächsischen Landfrauenverbandes Hannover, den die Vorsitzende des Kreisverbandes Peine, Cornelia Könneker, an die PAZ weitergeleitet hat. Auch hier geht es darum, Behelfs-Mund-Nasen-Schutze herzustellen und Einrichtungen, in denen Bedarf besteht, zur Verfügung zu stellen. Der Landesverband stellt 10 000 Euro zur Verfügung, um den Landfrauen möglicherweise entstehende Auslagen zu erstatten.

Materialspenden werden gebraucht

Doch das Problem liegt zumindest zum Teil ganz woanders: Man kann derzeit nicht einfach einkaufen gehen, und manches ist selbst über das Internet nicht mehr zu bekommen. „Wir bitten darüber hinaus auch um Sachspenden. Vielleicht hat der eine oder die andere ja Schrägband, Gummiband, weichen Draht oder auch Pfeifenreiniger oder Baumwollstoff zur Verfügung, das nun sinnvoll verwendet werden könnte“, sagt Könneker. Wer mit entsprechendem Material helfen will, kann sich mit ihr telefonisch unter (01 51) 61 43 62 99 oder per E-Mail an cornelia.koenneker@gmx.de in Verbindung setzen.

Bereits auf eigene Faust aktiv geworden ist Hilde Fritsch aus Duttenstedt, die schon am Freitag in die Mundschutz-Produktion eingestiegen ist. „Ich habe einfach bei verschiedenen Arztpraxen hier im Umfeld angefragt, ob Bedarf besteht. Das Interesse war tatsächlich groß“, sagt sie. Wenn sie die bisherigen „Aufträge“ abgearbeitet habe, wolle sie gern weiter nähen und sich an der Aktion „Das Peiner Land näht“ beteiligen.

Hilde Fritsch näht bereits seit einigen Tagen Mundschutze. Quelle: Privat

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Von Kerstin Wosnitza

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