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Stadt Peine Mehr Flexibilität auf Ausbildungsmarkt gefordert
Stadt Peine Mehr Flexibilität auf Ausbildungsmarkt gefordert
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12:00 31.10.2018
Rainer Weste, Alexandra Fuchs und Dirk Sommer stellten die Bilanz des Ausbildungsmarktes in Peine vor.
Rainer Weste, Alexandra Fuchs und Dirk Sommer stellten die Bilanz des Ausbildungsmarktes in Peine vor. Quelle: Antje Ehlers
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Hildesheim/Peine

Bedenkliche Entwicklungen sind nach Einschätzung der Agentur für Arbeit und des Jobcenters Peine zu beobachten: Die Zahl der Bewerber für Ausbildungsstellen geht zurück – für Betriebe wird es somit immer schwieriger, geeignete Auszubildende zu finden. Denn aufgrund abnehmender Zahlen bei den Schulabgängern gibt es auch immer weniger Bewerber.

51 Stellen blieben unbesetzt

Für das abgeschlossene Berichtsjahr von Oktober 2017 bis September 2018 waren im Kreis Peine 519 Ausbildungsstellen gemeldet (15 weniger als im Vorjahreszeitraum). Dem gegenüber standen 1 102 junge Menschen, die sich als Bewerber um eine betriebliche Ausbildungsstelle bei der Berufsberatung der Arbeitsagentur und dem Jobcenter Peine gemeldet hatten (100 weniger als im Vorjahr). Lediglich 18 registrierte Bewerber waren Ende September 2018 als unversorgt registriert. 51 Ausbildungsplätze dagegen konnten nicht besetzt werden (Vorjahr: 45). „Aus der Sicht der Bewerber ein zufriedenstellendes Ergebnis“, stellt Alexandra Fuchs, stellvertretende Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Hildesheim, fest. Sie appelliert jedoch an die Betriebe, sich mit mehr Flexibilität auf die Situation einzustellen, um ihre Attraktivität herauszustellen.

Mehr Mut ist erforderlich

So sieht es auch Dirk Sommer, Leiter des Jobcenters in Peine „:Sowohl die Jugendlichen als auch die Arbeitgeber müssen mehr Mut aufbringen, Chancen zu nutzen. Junge Menschen sollten zweimal überlegen, ob sie weiter zur Schule gehen oder nicht doch probieren, erst einen Ausbildungsplatz zu bekommen.“

Rainer Weste, Teamleiter der Berufsberatung Hildesheim, weist noch einmal ausdrücklich darauf hin, im Kreis Peine eine sehr hohe Anzahl unterschiedlicher Ausbildungen angeboten werde und fordert die Jugendlichen auf, sich nicht nur auf den Wunschberuf festzulegen, sondern ähnliche Alternativen in Erwägung zu ziehen.

Schon jetzt an 2020 denken

Zudem mahnt Fuchs die Ausbildungsbetriebe an, schon jetzt vorausschauend zu planen und bei der Ausschreibung und Besetzung der Stellen daran zu denken, dass es im Jahr 2020 aufgrund der Rückkehr des Abiturs nach 13 Schuljahren keine Abiturienten als Schulabgänger geben wird.

Von Antje Ehlers