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Stadt Peine Ärger in Peine: Zu wenig Anerkennung für Feuerwehrleute?
Stadt Peine Ärger in Peine: Zu wenig Anerkennung für Feuerwehrleute?
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20:00 16.05.2019
Großeinsatz: Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr in Peine beim Brand in einer Tiefgarage. Wird das ehrenamtliche Engagement genug gewürdigt? Quelle: Kathrin Bolte
Peine

Unmut bei vielen Ehrenamtlichen der Freiwilligen Feuerwehr in Peine: Zur Förderung des Ehrenamtes und zur Gesunderhaltung der Kameraden, damit diese überhaupt ihren Dienst leisten können, hatte das Stadtkommando einen Antrag auf verschiedene Vergünstigungen für die Mitglieder der Feuerwehr gestellt. Doch die Stadtverwaltung lehnt die Forderungen ab.

Zahlung eines Zuschusses zu Fitnessstudio oder Vereinsbeiträgen, freier Eintritt ins Peiner Bad P3 sowie freies Parken für Feuerwehrmitglieder auf dem Schützenplatz und dem Kreishausparkplatz – das sind die Kernpunkte des Antrags, der bereits im März 2017 vom Stadtkommando an die Verwaltung der Stadt Peine gestellt wurde.

Allen aktiven Kameraden solle die Möglichkeit gegeben werden, die Gesundheitsförderung in Anspruch zu nehmen, heißt es unter anderem in dem Papier. „Des Weiteren sehen wir die Maßnahmen nicht nur als Gesundheitsförderung, sondern auch als wichtiges Bindungsinstrument, da die Feuerwehrleute dadurch einen spürbaren Dank für ihre Arbeit bekommen“, so weiter im Antrag.

Zu hohe Kosten?

Mit diesen Argumenten konnten die Kameraden die Stadtverwaltung jedoch nicht überzeugen, sie empfiehlt dem Rat als Entscheidungsgremium die Ablehnung des Antrages. Zahlungen von Zuschüssen für Fitnessstudio oder Vereinsbeiträge sowie freier Eintritt im Freibad werden mit dem Verweis auf zu hohe Kosten abgelehnt, dem vorgeschlagenen Freiparken stehe die Straßenverkehrsordnung entgegen. Außerdem seien bereits die Aufwandsentschädigung und die Zuwendung an die Wehrkassen erhöht worden, heißt es weiter in der Begründung der Stadtverwaltung.

„Die ablehnende Stellungnahme seitens der Verwaltung wurde vorab mit mir besprochen, die Ablehnungsgründe dargestellt“, sagte Stadtbrandmeister Timm Wiesemann auf PAZ-Anfrage. Im Gesamtkontext aller laufenden Maßnahmen (Fahrzeuge, Wehrzuwendungen, persönliche Schutzausrüstung, Aufwandsentschädigungen) und vor dem Hintergrund der finanziellen Situation der Stadt Peine könne er dabei die Gründe sogar nachvollziehen.

Großer Unmut bei Kameraden

„Bei den einzelnen Feuerwehrleuten wird eine mögliche Ablehnung des Antrages – die Entscheidung des Rates steht ja noch aus – wahrscheinlich trotzdem negativ wahrgenommen werden, da nicht immer der Gesamtzusammenhang gesehen wird“, sagt Wiesemann. Mit dieser Einschätzung scheint der Stadtbrandmeister recht zu haben. Die PAZ hörte sich bei einigen Kameraden um – dort ist der Unmut groß über die mögliche Ablehnung des Antrages. Teilweise wird von fehlender Wertschätzung für das Ehrenamt gesprochen.

Und auch der Stadtbrandmeister kann nicht alle Argumente der Stadt nachvollziehen. „Bei der Entscheidung zum P3 hätte ich mir eine andere Regelung gewünscht, da allein schon das ,ich kann umsonst ins Schwimmbad’ von den Feuerwehrleuten als deutlicher Mehrwert gesehen werden würde. Egal ob er anschließend genutzt wird oder nicht“, so Wiesemann abschließend.

Rat trifft Entscheidung

Das letzte Wort über den Antrag zur Förderung des Ehrenamtes hat der Peiner Rat. In seiner Sitzung am kommenden Donnerstag, 23. Mai, ab 17 Uhr im großen Sitzungssaal des Peiner Rathauses soll darüber abgestimmt werden.

Von Tobias Mull

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