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Stadt Peine Mannschaftsbus auf A7 verunglückt: Peiner Jugendspieler schwer verletzt
Stadt Peine Mannschaftsbus auf A7 verunglückt: Peiner Jugendspieler schwer verletzt
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09:22 13.05.2019
Die C-Junioren des VfB Peine verunglückten mit ihrem Mannschaftsbus auf der Autobahn 7 bei Rhüden. Drei Spieler und ein Betreuer wurden schwer verletzt, vier weitere Spieler leicht verletzt. Quelle: Feuerwehr Rhüden
Goslar

Nach ihrem 12:0-Kantersieg und der Verteidigung der Tabellenführung hätten die C-Jugend-Landesliga-Fußballer des VfB Peine eigentlich am Samstag allen Grund zur Freude gehabt – doch um 18.38 Uhr dann das: Auf der Rückfahrt vom Punktspiel bei der JSG Sparta Göttingen verunglückte der Mannschaftsbus mit den 14- und 15-Jährigen. Eltern, Mitspieler, der gesamte VfB Peine bangte um das Leben eines Fußballers, der mit einer gerissenen Milz und inneren Verletzungen mit dem Hubschrauber nach Göttingen geflogen werden musste.

Insgesamt drei Jugendfußballer sowie der Fahrer wurden schwer, vier weitere Jugendliche leicht verletzt. „Keiner ist mehr in Lebensgefahr. Nachdem ich das Bild vom zerstörten Mannschaftsbus gesehen habe, muss ich sagen: Die Jungs haben noch extrem viel Glück im Unglück gehabt“, sagte der VfB-Vorsitzende Peter Konrad. „Wir hatten acht Schutzengel an Bord, dafür bin ich so dankbar“, betonte VfB-Trainer Christoph Hasselbach.

Sieben C-Jugendspieler des VfB Peine sind bei einem Unfall mit dem Mannschaftsbus auf der A7 verletzt worden – drei von ihnen und ein Betreuer sogar schwer.

Der Kleinbus war Samstagabend auf der Autobahn 7 bei Rhüden aus noch ungeklärten Gründen von der Fahrbahn abgekommen und in die Mittelschutzwand gekracht. „Von dort aus schleuderte das Fahrzeug quer über alle drei Fahrspuren in den Böschungsbereich und überschlug sich“, schilderte die Feuerwehr Rhüden. Dramatische Szenen spielten sich ab. Ein Spieler sei aus dem Bus geschleudert worden, andere befreiten sich selbst oder mit Hilfe von Ersthelfern aus dem Wrack. Doch der Fahrer und ein Jugendlicher waren im Fahrzeug eingeklemmt. Die Feuerwehr schnitt das Wrack mit schwerem hydraulischen Gerät auf und befreite die beiden.

Alle Verletzten wurden auf umliegende Krankenhäuser in Seesen, Hildesheim und Göttingen verteilt. Sie hatten Brüche, Prellungen, Schnittwunden. Der 53-jährige Betreuer und Fahrer musste notoperiert werden. Die Autobahn war für die Rettungs- und Aufräumarbeiten für zwei Stunden voll gesperrt.

"Eine Situation, die man keinem Jugendtrainer wünscht"

Die tolle Saison, die die VfB-Jugend-Kicker mit dem Landesliga-Titel und der Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur Regionalliga krönen wollten – sie endete im Alptraum. „Ich habe kaum geschlafen, das ist eine Situation, die man keinem Jugendtrainer wünscht“, sagte VfB-Coach Christoph Hasselbach.

Vier Spiele stehen noch aus, doch ob die Peiner aufgrund der Verletzungen und der mentalen Folgen des Unfalls noch ein Saisonspiel absolvieren können, ist fraglich. Bereits nächsten Sonntag hätten sie im Heimspiel gegen den Tabellenletzten Lupo Martini Wolfsburg antreten sollen und den nächsten Schritt Richtung Titel machen können.

„Wir haben bereits Kontakt mit der Staffelleiterin aufgenommen“, sagt VfB-Jugendleiter Kiriakos Aslanidis, der darauf setzt, dass die Gegner bereit sind, die Spiele zu verlegen. Optimistisch stimmt ihn die Anteilnahme: „Wir haben ganz viele Genesungswünsche von anderen Vereinen bekommen“, sagt er. Am Ende sei der Titel allerdings völlig zweitrangig, sondern die Gesundheit viel wichtiger.

Ein Totalschaden ist der Mannschaftsbus des VfB. „Aber das Material spielt eine völlig untergeordnete Rolle, wir sind versichert. Viel wichtiger ist, dass alle überlebt haben“, sagt VfB-Klubchef Peter Konrad.

Aktuelle Infos der Polizei

Der Kleinbus war laut Polizei neben dem Fahrer mit sieben Spielern der C-Jugendmannschaft (Alter 14 bis 15 Jahre) des VfB Peine besetzt. Der Unfall ereignete sich um 18.38 Uhr. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen ist der Kleinbus auf dem mittleren von drei Fahrstreifen gefahren und dann nach links von der Fahrbahn abgekommen. Dort ist er gegen die Mittelschutzwand geprallt und von dieser abgewiesen worden. Weiter ist der Kleinbus dann nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und im Seitenraum mit dem dortigem Erdwall kollidiert. Der Kleinbus hat sich dann über die A-Säule überschlagen und ist mit dem Heck von der Fahrbahn abgehoben und schließlich zum Stehen gekommen. Zwei Spieler sind inzwischen als leicht verletzt aus dem Krankenhaus entlassen. Der Fahrer und die übrigen fünf Insassen sind schwer verletzt und befinden sich weiter in stationärer Behandlung. Einer von ihnen hat lebensbedrohliche Verletzungen erlitten, er wurde bereits von der Unfallstelle mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus verbracht. Der Zustand gilt aber als stabil. Die Unfallursache ist weiter unklar, die Ermittlungen dauern an.

Von Christian Meyer

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