Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Stadt Peine Für 500 000 Euro: Gutschein-Aktion von Verwaltung, Politik und Kaufmannschaft
Stadt Peine Für 500 000 Euro: Gutschein-Aktion von Verwaltung, Politik und Kaufmannschaft
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:33 17.04.2020
Einkaufsgutscheine für alle Peiner Einwohner: Bürgermeister Claus Saemann (kl. Bild, hinten Mitte), die Fraktionsvorsitzenden und Einzelkandidaten des Rates der Stadt Peine wollen die örtlichen Gewerbebetriebe unterstützen.
Einkaufsgutscheine für alle Peiner Einwohner: Bürgermeister Claus Saemann (kl. Bild, hinten Mitte), die Fraktionsvorsitzenden und Einzelkandidaten des Rates der Stadt Peine wollen die örtlichen Gewerbebetriebe unterstützen. Quelle: Stadt Peine / Thomas Kröger
Anzeige
Peine

#Peinehältzusammen – so soll eine Gutschein-Aktion heißen, mit der Bürgermeister Klaus Saemann (SPD) zusammen mit den Fraktionsvorsitzenden und Einzelkandidaten des Rates der Stadt alle Peiner sowie die von den Schließungen aufgrund der Coronakrise betroffenen Gewerbebetrieben aus den Bereichen Dienstleistung, Einzelhandel und Gastronomie unterstützen möchte. Ein entsprechender Vorschlag wird dem Rat der Stadt Peine für die Sitzung am kommenden Donnerstag, 23. April, zur Beschlussfassung vorgelegt.

Der Hintergrund: Die Corona-Pandemie hat erhebliche Auswirkungen auf das gesamte öffentliche, gesellschaftliche, wirtschaftliche und soziale Leben in Deutschland und damit auch in Peine. Mit der Niedersächsischen Verordnung über die Beschränkung sozialer Kontakte zur Eindämmung der Corona-Pandemie musste eine Vielzahl von Unternehmen aus den Bereichen Einzelhandel, Dienstleistungen und Gastronomie schließen. Die einschneidenden Öffnungsbeschränkungen greifen seit dem 18. März.

Vorschlag von Kaufmannschaft

„Die Kaufmannsgilde ist an die Stadt Peine mit der Bitte herangetreten, in der Krise eine vermittelnde Rolle zwischen Einwohnern der Stadt und den betroffenen Unternehmen einzunehmen und hat einen entsprechenden Vorschlag unterbreitet“, heißt es in einer Presseinformation der Stadt. Ziel sei es, sowohl der Peiner Bevölkerung als auch den durch die Schließungen unmittelbar betroffenen Unternehmen in dieser schwierigen Zeit eine Perspektive aufzuzeigen und ein noch stärkeres Zusammengehörigkeitsgefühl zu fördern.

Gutschein über 10 Euro

Die Idee: Jede am Stichtag 24. April dieses Jahres mit Erstwohnsitz in Peine gemeldete Person erhält mittels einer Postkarte (ähnlich der Wahlberechtigungskarten) einen Gutschein, mit dem im Zeitraum vom 18. Mai bis 13. Juni im Gegenwert in Höhe von 10 Euro in einem an der Aktion teilnehmenden Unternehmen eingelöst werden kann.

„Mitmachen können alle Unternehmen im Gebiet der Stadt Peine und den Ortschaften aus den Bereichen Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleistungen, die durch die gesetzlichen Grundlagen zur Schließung verpflichtet waren. Unerheblich ist, ob während des gesamten Zeitraums das Öffnungsverbot für das jeweilige Unternehmen galt oder nur zeitweise“, heißt es.

So können Unternehmen mitmachen

Interessierte Unternehmen können sich über ein von Peine Marketing betreutes Online-Portal anmelden. Die Teilnahmeberechtigung ist nachzuweisen. „Der Aufruf dazu erfolgt, nachdem der Rat der Stadt Peine dem Vorschlag per Beschluss zugestimmt hat, am 24. April. Anmeldungen werden bis zum 1. Mai 2020 möglich sein, die Voraussetzungen werden überprüft“, wird in der Mittelung erklärt.

Auf der Gutscheinkarte, die alle Bürger erhalten, wird es einen Link geben, unter dem alle teilnehmenden Unternehmen aufgeführt werden. Zudem werden diese auch pressewirksam bekannt gemacht, und die Unternehmen werden am Eingang zu den Geschäftsräumen einen Hinweis anbringen.

„Der Gutschein ist unter Vorlage eines gültigen Ausweisdokuments in einem der teilnehmenden Unternehmen einlösbar“, heißt es. Eine Aufteilung auf mehrere Unternehmen, eine Barauszahlung wird nicht möglich sein und der Gutschein ist nicht übertragbar. Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre können den Gutschein zusammen mit einem Erziehungsberechtigten einlösen.

Von Kerstin Wosnitza