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Sport Überregional Zehnkampf-Duo trumpft auf beim Heimspiel
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09:12 27.08.2012
Von Carsten Schmidt
Foto: Steffen Kahlert (r.) startet mit einem guten Rennen durch den Hürdenwald seine Aufholjagd am 2. Tag, Maximilian Gilde (l.) hat Pech, weil ihn ein Gegner aus dem Rhythmus bringt.
Steffen Kahlert (r.) startet mit einem guten Rennen durch den Hürdenwald seine Aufholjagd am 2. Tag, Maximilian Gilde (l.) hat Pech, weil ihn ein Gegner aus dem Rhythmus bringt. Quelle: Florian Petrow
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Hannover

Maximilian Gilde zuckte die Schultern nach dem 110-Meter-Hürdenlauf. „Dann muss ich die Punkte eben in den anderen Disziplinen holen“, sagte der 22-Jährige von der LG Hannover mit einer bemerkenswerten Gelassenheit - zumindest nach außen. Und er machte seine Ankündigung wahr und sicherte sich mit 7551 Punkten den 2.Platz in der „U23“-Wertung bei den deutschen Zehnkampf-Meisterschaften in Hannover. Bei den Männern landete Gilde auf dem 5. Platz, zwei Ränge hinter Steffen Kahlert (TuS Wunstorf), der 7737Punkte sammelte. Beide Lokalmatadoren kamen damit zwar nicht an ihre Bestleistungen heran, verließen aber nach zwei anstrengenden Tagen, auch bezüglich der Witterungsbedingungen, am Sonntagabend medaillengeschmückt das Erika-Fisch-Stadion.

Der Knackpunkt in Gildes Wettkampf kam nach einem sehr ordentlichen Sonnabend in der 1. Disziplin des 2. Tages. Er wurde von einer Hürde aus der Nachbarbahn an der Wade getroffen und erreichte nach 14,92 Sekunden statt der möglichen 14,6 Sekunden das Ziel. Der Junior wollte das Missgeschick zwar schnell abhaken, was aber ein Bluterguss am Bein infolge des Laufunfalls verhinderte. „Das machte sich beim Stabhochsprung und auch beim Speerwurf bemerkbar“, sagte seine Trainerin Astrid Fredebold-Onnen, die Gilde aber für dessen Durchhaltevermögen lobte - und auch für den 2.Platz in der Juniorenwertung. „Der Sieger Johannes Hock hat wirklich einen starken Wettkampf mit Bestleistung geboten“, sagte sie neidlos.

Kahlert freute sich unterdessen über einen fehlerfreien Sprint über die zehn Hürden und leitete mit 14,58 Sekunden die erwartete Aufholjagd ein. Der 25-jährige Wunstorfer hatte nach dem 1. Tag nur den 7. Platz belegt, allerdings nicht ganz unerwartet, da seine Stärken im technisch anspruchsvollen 2. Abschnitt des Mehrkampfes liegen. Insbesondere im Stabhochsprung fliegt Kahlert, dessen Hausrekord bei 5,20Metern steht, regelmäßig der Zehnkämpfer-Konkurrenz davon.

Am Sonntag schaffte er in dieser Teildisziplin, die wegen eines heftigen Regenschauers auch noch für eine Stunde unterbrochen war, respektable fünf Meter. „Es ist doch empfindlich kalt geworden, und der Wind hat auch noch aufgefrischt“, schilderte Kahlerts Trainerin Beatrice Mau-Repnak die schwierigen Bedingungen für die Sportler. Sie bescheinigte ihrem Athleten insgesamt einen guten Zehnkampf. „Er hat sich keinen Ausrutscher nach unten geleistet.“

Kahlerts Flug über die fünf Meter brachte ihn aber nicht mehr näher an die beiden Erstplatzierten heran. Kai Kazmirek (LG Rhein-Wied), ein starker Sprinter und Werfer, und der Leverkusener Johannes Hock, der mit 15,49 Metern im Kugelstoßen sowie 49,42 im Diskuswurf auftrumpfte, lieferten sich bis zum Schluss ein enges Rennen, das Kazmirek als besserer Läufer schließlich mit 40Zählern Vorsprung gewann.

Die Meisterschaften in Hannover boten der sogenannten 2. Reihe in Deutschland die Chance, ins Rampenlicht zu treten. Die internationalen Starter wie Europameister Pascal Behrenbruch oder der Olympia-Sechste Rico Freimuth fehlten, weil ihre Saisonplanung mit dem internationalen Höhepunkt endete. Doch gerade im Zehnkampf machen hierzulande immer neue Talente auf sich aufmerksam - und dort reihen sich zweifellos auch Kahlert und Gilde ein.

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