Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Sport Überregional Scorpions verpassen vorzeitigen Einzug ins Endspiel
Sportbuzzer Sportmix Sport Überregional Scorpions verpassen vorzeitigen Einzug ins Endspiel
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:58 06.04.2009
Von Björn Franz
Der Schiedsrichter zeigt es an: Der Treffer entstand regelgerecht. Quelle: Florian Petrow
Anzeige

Am Ende war es Adam Courchaine, der die von Reid zu ihm gestocherte Scheibe über die Linie bugsierte und die Fans der Düsseldorfer EG damit in Begeisterung versetzte. Der zweite Treffer des Kandiers am Sonntag Abend bescherte den Rheinländern einen 4:3 (3:1, 0:2, 0:0)-Sieg nach Verlängerung, durch den die „Best of five“-Serie im Halbfinale der deutschen Eishockey-Meisterschaft in ihren endgültig letzten Akt geht: Morgen (19 Uhr) treffen beide Teams noch einmal in der TUI Arena aufeinander und ermitteln dabei den Endspielgegner der Eisbären Berlin.

Bereits nach 20 Minuten waren die Gastgeber angesichts einer 3:1-Führung auf der Siegerstraße gewesen. Bei Scorpions-Überzahl hatte Pätzold einen Schuss von Reid nach vorn abprallen lassen – statt eines eigenen Verteidigers war Shane Joseph zur Stelle gewesen und hatte zum 1:0 abgestaubt. Zwar glich Adam Mitchell kurz darauf nach schöner Vorarbeit von Tore Vikingstad aus, doch Ryan Caldwell per Schlagschuss, bei dem Pätzold alles andere als gut aussah, und Courchaine schossen bis zur 1. Pause eine vermeintlich beruhigende Führung für die Gastgeber heraus.

Anzeige

Doch es wirkte so, als wenn die Scorpions diesen Weckruf gebraucht hätten. Denn im Mittelabschnitt spielten fast nur noch die Hannoveraner, bei denen Trainer Hans Zach in der Pause alle vier Sturmformationen umgestellt hatte. Und sie wurden durch zwei Treffer der 4. Angriffsreihe belohnt. Zunächst fälschte Martin Hlinka einen Schuss von Garrett Festerling zum 2:3 ab, und kurz darauf überraschte Sachar Blank den erneut nicht immer sicher wirkenden DEG-Keeper Jamie Storr mit einem Schuss aus extrem spitzem Winkel.

Wie angeschlagen das Nervenkostüm der Düsseldorfer nach dem Ausgleich war, das verdeutlichten die letzten Minuten vor der 2. Drittelpause: Die Scorpions konnten sich bei fünf gegen fünf Spielern minutenlang wie im Powerplay vor dem DEG-Tor festsetzen – was die Fans der Rheinländer mit einem gellenden Pfeifkonzert gegen ihre eigene Mannschaft quittierten. Doch klare Torchancen ließen die trotz müder Beine clever verteidigenden Düsseldorfer dabei kaum zu. Und im Schlussabschnitt kamen sie noch einmal in die Partie zurück.

Ein Stück weit hatten die Scorpions daran selber schuld. Denn während sie im 2. Drittel ohne Strafzeit ausgekommenen waren, leisteten sie sich in der hartumkämpften Schlussphase wieder einige unnötige Fouls. So mussten Pätzold und seine Vorderleute Schwerarbeit leisten, um überhaupt in die Verlängerung zu kommen. Und da hatte dann die DEG das nötigen Quäntchen Glück auf ihrer Seite: Kurz nachdem Mitchell die große Chance zum Siegtreffer für die Scorpions vergeben hatte, der den Finaleinzug bedeutet hätte, war Courchaine zur Stelle und rettete die Düsseldorfer ins 5. Spiel.