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Sport Überregional Scorpions gewinnen 6:3 gegen Düsseldorf
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22:38 02.04.2009
Von Jens Reinbold
Wichtiger Schritt auf dem Weg ins Play-off-Finale: die Scorpions siegen gegen die Düsseldorf EG Quelle: Ulrich zur Nieden
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Nur noch ein Sieg ist nötig – dann stehen die Hannover Scorpions in der Finalserie um die deutsche Eishockey-Meisterschaft. Mit dem 6:3 (2:2, 2:0, 2:1)-Erfolg gegen die Düsseldor fer EG hat die Mannschaft von Trainer Hans Zach am Donnerstagabend die allerbesten Voraussetzungen geschaffen, um sich einen sportlichen Traum zu erfüllen. Zwei Gelegenheiten haben die Hannoveraner, um die „Best of five“-Halbfinalserie endgültig zu entscheiden. Die erste bietet sich bereits am Sonntag in Düsseldorf.

Allerdings sahen die lediglich 4881 Zuschauer in der TUI Arena gestern zunächst ein völlig anderes Spiel, als nach den ersten beiden Partien der Serie zu erwarten gewesen war. Statt stabiler Defensive präsentierten sich im 1. Drittel vor allem löchrige Abwehrreihen auf beiden Seiten – woraus die Scorpions früh Kapital schlagen konnten. Bei einem Abwehrversuch von DEG-Verteidiger Andrew Hedlund prallte der Puck gegen Chris Herperger und vom Scorpions-Stürmer aus direkt ins Tor (4. Minute). Doch die erste Freude währte nur eine Minute: In Überzahl erzielte der von der Scorpions-Verteidigung völlig ignorierte Daniel Kreutzer aus kurzer Distanz den Ausgleich für die DEG. Beim 2:1 schließlich erkämpfte sich Eric Schneider den Puck im eigenen Drittel, um seinen folgenden Alleingang erfolgreich abzuschließen (6.). Trotz der feinen Einzelleistung des Scorpions-Stürmers – auch hier half in Jamie Storr im Tor ein DEG-Profi mit, der gestern erneut ein ums andere Mal keine glückliche Figur abgab. Weil sich aber die Scorpions ihrerseits am Ende einer Überzahlsituation einen Scheibenverlust leisteten und Ryan Ramsey von der Strafbank kommend den erneuten Ausgleich erzielen konnte (13.), blieb die Partie zunächst spannend.

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Was auch immer Zach seinem Team in der 1. Drittelpause mit auf den Weg gegeben hatte: Es zeigte Wirkung. Viel ausgeschlafener kamen die Gastgeber zurück aufs Eis, und als Herperger einen Alleingang mit einem Tor krönte (22.), schien das der endgültige Weckruf für das Zach-Team gewesen zu sein. Mit jeder Aktion gewannen die Scorpions mehr Oberhand, während die Gäste deutlich müder und angeschlagen wirkten. Minutenlang schnürte das Zach-Team die DEG in der Folge in deren Drittel ein, fast jeder Zweikampf ging an die Scorpions. Und als Tore Vikingstad mal wieder seine ganze Cleverness unter Beweis stellte und Storr mit einem Schuss durch die Schoner zum 4:2 überlistete, deuteten die Vorzeichen endgültig auf einen Scorpions-Heimsieg.

Und den ließen sich die Gastgeber auch nicht mehr nehmen. Sascha Goc per Schlagschuss und Adam Mitchell (43., 50.) sorgten gegen resignierende Gäste für das 6:2. Und auch der letzte Treffer durch Peter Boon (51.) änderte nichts mehr an der Feierlaune der Scorpions-Fans. „Und am Sonntag schmeißen wir euch raus“, sangen sie in Richtung DEG.

Seit gestern steht auch fest: Die Anhänger in Hannover haben nicht zum letzten Mal gesungen, denn es wird in jedem Fall ein weiteres Heimspiel für die Scorpions geben – es wäre dem Zach-Team zu gönnen, dass dann ein paar Zuschauer mehr den Weg auf die Expo-Plaza finden.