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Sport Überregional Schumacher entschuldigt sich für Vollgas-Foul
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15:33 02.08.2010
Michael Schmuacher am Sonntag beim Großen Preis von Ungarn: "Das Manöver war zu hart."
Michael Schmuacher am Sonntag beim Großen Preis von Ungarn: "Das Manöver war zu hart." Quelle: dpa
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Michael Schumacher hat einen Tag nach seinem gefährlichen Manöver Einsicht gezeigt und sich für seine Attacke gegen Formel-1-Kollege Rubens Barrichello entschuldigt. "Gestern direkt nach dem Rennen war ich noch in der Hitze des Geschehens, aber nachdem ich die Szene gegen Rubens nochmals angeschaut habe, muss ich doch sagen, dass die Stewarts Recht haben mit ihrer Einschätzung: das Manöver gegen ihn war zu hart", erklärte Schumacher am Montag auf seiner Homepage.

Er habe den Brasilianer beim Großen Preis von Ungarn "logischerweise" nicht gefährden wollen. "Wenn er dieses Gefühl hatte, dann sorry, das war nicht meine Absicht", sagte Schumacher.

Die internationale Presse kritisierte das Vollgas-Foul gegen Baricchello scharf: "Schumachers Rückkehr zur Formel 1 wird zu einem der schwärzesten Kapitel in der Geschichte dieser Sportart", befand das spanische Sportblatt "Marca" am Montag. "Ich bin bekannt dafür, dass ich keine Geschenke verteile. Wir sind hier doch nicht auf einer Kaffeefahrt", murrte Schumacher nach seinem hochriskanten Manöver gegen den beinah in die Boxenmauer gequetschten Rubens Barrichello.

"Der arrogante Schumacher zeigte keine Reue (...) Schumacher ist wie immer: Er gibt seine Fehler nie zu und er verhält sich im Umgang mit allen Piloten abschätzig", kritisierte die italienische Sportzeitung "La Gazzetta dello Sport". Die englische Tageszeitung "Daily Mail" schrieb auf ihrer Homepage: "Zeit für Michael Schumacher zu gehen nach dem Wahnsinns-Manöver gegen Rubens Barrichello."

Mark Webbers geschenkter Sieg auf dem Hungaroring, mit dem Sebastian Vettels australischer Red-Bull-Teamkollege nach dem zwölften Saisonrennen die WM-Führung übernahm, war da schon zur Nebensache geworden.

Hitzig wurde auch im Fahrerlager über Schumachers knallharte Attacke diskutiert. "Das war eine der schlimmsten Sachen, die ich in knapp 300 Rennen erlebt habe", ereiferte sich Barrichello. "Er hat immer das Gefühl, dass er im Recht ist. Er hat drei Jahre aufgehört und heute hat man gesehen, dass er sich nicht geändert hat", wetterte der Williams-Pilot aus Brasilien. "Unakzeptabel. Unnötig. Unfair", urteilte RTL-Experte Niki Lauda. "Ich bin sicher, das war keine Absicht", beteuerte hingegen Mercedes-Teamchef Ross Brawn. Die Rennkommissare sahen es anders und sprachen Schumacher der Behinderung schuldig. In Spa muss er zehn Plätze weiter hinten starten.

dpa