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Sport Überregional „Einer der schönsten Sprints“
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23:10 07.07.2014
„Die Jungs haben einen großartigen Job gemacht“: Marcel Kittel fährt im Endspurt vor dem Buckingham Palace vorneweg.
„Die Jungs haben einen großartigen Job gemacht“: Marcel Kittel fährt im Endspurt vor dem Buckingham Palace vorneweg. Quelle: ERIC FEFERBERG
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London

Unweit des Buckingham Palace, auf der von Tausenden Fans gesäumten Prachtstraße The Mall, legte der Thüringer einen Sprint wie aus dem Lehrbuch auf den regennassen Asphalt. „Das war einer der schönsten und besten Sprints, die ich je erlebt habe“, sagte Kittel. „Ich bin froh, dass alles so gut funktioniert hat.“ Der strahlende Sieger war voll des Lobes für seine Helfer vom Team Giant-Shimano: „Die Jungs haben einen großartigen Job gemacht.“ Und Kittels Teamkollege John Degenkolb, der ebenfalls aus Thüringen stammt, ergänzte: „Es geht nur mit Teamwork. Wenn wir Marcel an führender Stelle auf die letzten Meter schicken, ist gegen ihn nichts zu machen.“

Mit kraftvollen Tritten und zähnefletschend ging der 26-Jährige nach mustergültiger Vorbereitung seiner Mannschaft an erster Stelle auf die letzten Meter. Der slowakische Sprintstar Peter Sagan hatte sich zwar taktisch clever an Kittels Hinterrad geklemmt - doch dem Antritt des Erfurters hatte der Vorjahressieger des Grünen Trikots nichts entgegenzusetzen. Er sicherte sich gerade noch den 2. Platz vor dem Australier Mark Renshaw. Im Gelben Trikot fährt weiter der Italiener Vincenzo Nibali.

Kittel zog mit seinem insgesamt sechsten Tour-Tagessieg in der deutschen Bestenliste an seinem Konkurrenten André Greipel vorbei. Greipel erlebte gestern die nächste Enttäuschung, da er von seinem Rennstall Lotto-Belisol nicht gut im Endspurt positioniert worden war.

Heute kehrt die Tour de France in die Heimat zurück. Nach dem dreitägigen Gastspiel in England findet die 4. Etappe auf französischem Boden statt. Über 163,5 Kilometer führt das Teilstück von Le Touquet-Paris-Plage nach Villeneuve-d’Ascq, einem Vorort der Großstadt Lille. Das Profil der Strecke bietet wenig Herausforderungen und kommt Kittel abermals entgegen.