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Sport Überregional Indians verlieren gegen Kaufbeuren mit 6:8
Sportbuzzer Sportmix Sport Überregional Indians verlieren gegen Kaufbeuren mit 6:8
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13:07 10.10.2009
Am Boden: Indians-Torhüter Marek Mastic musste insgesamt achtmal hinter sich greifen – hier beim Anschlusstreffer zum zwischenzeitlichen 4:3 durch Kaufbeurens Mats Lindmark.
Am Boden: Indians-Torhüter Marek Mastic musste insgesamt achtmal hinter sich greifen – hier beim Anschlusstreffer zum zwischenzeitlichen 4:3 durch Kaufbeurens Mats Lindmark. Quelle: Ulrich zur Nieden
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Nach fast genau an einem halben Jahr war Joe West als Trainer des EC Hannover Indians wieder zurück am Pferdeturm, nachdem sein Nachfolger und Vorgänger Craig Streu zum Beginn der Woche entlassen worden war. Und eigentlich war alles wie immer: Tore, Dramatik, Strafzeiten und Emotionen – sowie mit Sven Fischer ein Schiedsrichter, der nicht ohne Grund die 3426 Zuschauer gegen sich aufbrachte. Am Ende, und das kannte man aus dieser Saison, zogen die Indians den Kürzeren und verloren die Eishockey-Zweitligapartie gegen den ESV Kaufbeuren mit 6:8 (0:0, 4:3, 2:5).

West hatte im Vorfeld der Begegnung gesagt, dass es Zeit braucht, bis er der Mannschaft den nötigen Feinschliff nach seinen Vorstellungen verpasst hat. Besonders im 1. Drittel war die Verunsicherung des Teams noch zeitweise zu erkennen. Preston Mizzi unterlief im eigenen Drittel ein haarsträubender Fehlpass, Mattias Bergmann verlor mit Versuch eines Schlagschusses das Gleichgewicht und fiel um. Aber anscheinend benötigten die Indians diesen Abschnitt, um wieder ihren Rhythmus zu finden.

Denn Mitte des 2. Durchgangs kamen sie in der Offensive immer besser in Fahrt – und brannten binnen drei Minuten ein wahres Feuerwerk ab. PJ Atherton, Jamie Chamberlain, Nick Martens und Josh Olson sorgten für die 4:0-Führung. Nach 32 Spielminuten schien das Spiel entschieden, das Comeback von West gelungen zu sein.

Doch was sich danach abspielte, hatten selbst die Fans am Pferdeturm lange nicht mehr gesehen: Sechs ihrer acht Tore erzielten die Kaufbeurer in Überzahl, drei davon mit zwei Spielern mehr auf dem Eis. Volkes Seele kochte, nur West blieb ungewohnt ruhig. Trotz der Niederlage: Die Mannschaft und ihr Anhang gaben ein Lebenszeichen von sich. Das war ja zuletzt anders gewesen.

Tore: 1:0 (29:01) Atherton (Saggau), 2:0 (30:07) Chamberlain (Phillips, Bergmann), 3:0 Martens (Phillips), 4:0 (31:54) Olson (del Monte, Mizzi bei 5–4), 4:1 (34:36) Paule (Körner, Tanaka bei 5–3), 4:2 (36:43) Oppolzer (Sikora, Lindmark bei 5–4), 4:3 (38:05) Lindmark (Körner, Webb bei 5–3), 4:4 (42:15) Webb (Lindmark bei 5–3), 4:5 Ekblad (Oppolzer, Tanaka bei 6–5), 4:6 (49:25) Ekblad, 5:6 (52:29) Doyle (Atherton, del Monte bei 5–3), 6:6 (53:12) Huhn (Bagu, Wagner), 6:7 (54:17) Wehrstedt (Bindl), 6:8 (55:15) Wehrstedt (Webb bei 5–3)

Strafminuten: Hannover 37 plus jeweils 10 für Bagu und del Monte plus Spieldauerdisziplinarstrafe für Olson, Kaufbeuren 18

Beste Hannoveraner: Chamberlain, Atherton, Huhn

Nächstes Spiel: Bietigheim Steelers – Indians (Stg., 18 Uhr).

von Stephan Hartung