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Sport Überregional Hannover Scorpions in der Ergebniskrise
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22:50 11.10.2009
Von Björn Franz
Am Boden: Martin Hlinka und die Hannover Scorpions rutschen in der Deutschen Eishockey-Liga derzeit häufiger aus, als ihnen lieb ist.
Am Boden: Martin Hlinka und die Hannover Scorpions rutschen in der Deutschen Eishockey-Liga derzeit häufiger aus, als ihnen lieb ist. Quelle: Ulrich zur Nieden
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Im Heimspiel gegen den ERC Ingolstadt war Sascha Goc in einer ähnlichen Situation ein Tor in buchstäblich letzter Sekunde gelungen. Doch diesmal sprang bei Zachs ungewöhnlicher Aktion nichts Zählbares heraus – und das galt letztlich auch für die gesamte Partie gegen die Eisbären Berlin in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL), die die Scorpions mit 0:4 (0:1, 0:1, 0:2) verloren.

Etwas mehr als drei Wochen ist besagtes Spiel gegen Ingolstadt inzwischen her. Und das ist nicht nur wegen des kuriosen Treffers von Goc bemerkenswert. Denn seit dieser Partie warten die Hannoveraner vergeblich auf drei Punkte und auch auf einen Sieg in der TUI Arena. Gegen den Meister aus Berlin setzte es die vierte Niederlage in Serie, noch dazu die sechste Heimpleite in der siebten Partie. Und so kommt man nicht um die Feststellung umher, dass sich die Scorpions in einer Krise befinden – einer Ergebniskrise.

Denn so kurios es klingen mag: An der Leistung der Gastgeber war zumindest bis zum dritten Gegentor zu Beginn des Schlussabschnitts nicht viel auszusetzen. Speziell im 1. Drittel zeigten sich die Hannoveraner vor 5899 Zuschauern – darunter neben knapp 1000 Fans aus Berlin auch der ehemalige Scorpions-Keeper Alexander Jung – von ihrer besten Seite. Bereits in der 4. Minute hatte Nikolaus Mondt nach schöner Vorarbeit des erstmals nach seiner Gehirnerschütterung spielenden Chris Herperger die erste Chance. Bis zum Ende des Eröffnungsabschnitts konnte man noch ein halbes Dutzend weiterer guter Möglichkeiten für die Scorpions notieren – doch der einzige Treffer war den Berlinern gelungen. Einmal stimmte im Anschluss an ein Bully die Zuordnung nicht, Eisbären-Verteidiger Andy Roach konnte völlig frei abziehen, und der verdeckte Schuss schlug hinter Youri Ziffzer zum 0:1 ein.

Überhaupt war es für den Torhüter ein bitterer Nachmittag. Der 23-Jährige parierte mehrfach hervorragend, zeigte das bislang beste Spiel im Scorpions-Dress und stand am Ende doch mit leeren Händen da. Ein Grund dafür war Rob Zebb. Der gebürtige Kanadier mit deutschem Pass, an dem Ziffzer in den vergangenen beiden Jahren bei den Eisbären nicht vorbeigekommen war, übertraf sein Gegenüber noch und blieb ohne Gegentor. Auf der anderen Seite schlugen die Gäste im Stile eines Titelanwärters eiskalt zu und verlängerten die Wartezeit der Scorpions auf den zweiten Heimsieg um mindestens eine Woche. „Die Situation ist schwierig für uns, weil zunehmend auch das Selbstvertrauen fehlt – und das bekommt man eben vor allem durch Siege“, sagte Zach.

Tore: 0:1 (8:19) Roach (Felski), 0:2 (23:34) Hahn (Baxmann), 0:3 (42:10) T.J. Mullock, 0:4 (50:42) T.J. Mullock (Ustorf, Degon) – Zuschauer: 5899 – Straminuten: Hannover 14, Berlin 18 – Beste Hannoveraner: Ziffzer, Köppchen – Nächstes Spiel: ERC Ingolstadt – Scorpions (Fr., 19.30 Uhr).