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00:15 25.11.2014
Foto: Wer wird Weltmeister? Lewis Hamilton (links) oder Nico Rosberg?
Wer wird Weltmeister? Lewis Hamilton (links) oder Nico Rosberg? Quelle: dpa
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Abu Dhabi

Hamilton geht am Sonntag (14 Uhr, live auf RTL) mit Vorteil ins Saisonfinale. Er führt die WM-Wertung mit 17 Punkten Vorsprung an. Platz zwei reicht dem Briten sicher zum Titel. Und dass, obwohl es in Abu Dhabi erstmals doppelte Punkte gibt, also 50 für einen Sieg. Rosberg muss auf einen Fehler seines Mercedes-Teamkollegen hoffen – und hat trotzdem gute Chanchen, denn er startet auf der Pole Position vor Hamilton Wer behält im Rennen die Nerven? Die beiden WM-Kandidaten im großen Vergleich:

Technikverständnis

Rosberg: Ist top auf diesem Level. Er interessiert sich für alles, was mit seinem Formel-1-Auto zu tun hat. Besonderes Interesse hat er an der Aerodynamik. Das hätte er übrigens auch in London studiert, wenn er nicht Rennfahrer geworden wäre.

Hamilton: Ist ganz gut in diesem Gebiet, könnte aber noch besser sein. Hamilton ist ein Instinktpilot, der mit Technik nur das Notwendigste anfangen kann. Verwirrt manchmal die Ingenieure mit Aussagen übers Auto, die kein Techniker nachvollziehen kann.

Vorteil: Rosberg (1:0)

Qualifikation

Rosberg: Perfekt in dieser Disziplin. Bringt alle drei Sektoren auf den Punkt. Ergebnis: Zehn Pole Positions schon in dieser Saison. Ist zumindest in dieser Wertung von Hamilton nicht mehr einzuholen.

Hamilton: Sein Gefühl für Geschwindigkeit verbunden mit seinen sagenhaften Reflexen ist die perfekte Symbiose für die Qualifikation. Hamilton steht für Tempo, neigt aber auch zu Fehlern.

Vorteil: Rosberg (2:0)

Start

Rosberg: Die ersten Meter bis zur ersten Kurve sind Rosbergs Schwäche. Da ist er oft zu vorsichtig und verliert einen Platz.

Hamilton: Riskiert alles, ist rücksichtslos, schont sich selbst nicht und andere schon gar nicht, wenn es zur ersten Kurve geht. Meistens macht er Plätze gut, manchmal kracht es aber auch.

Vorteil: Hamilton (1:2)

Rennintelligenz

Rosberg: Fährt konstant schnell, immer am Limit, ohne einen Fehler zu machen. Nimmt sogar manchmal vor dem Rennen Einfluss auf die Rennstrategie, wenn er überzeugt ist, dass seine Idee die richtige ist.

Hamilton: Ist immer fähig, egal bei welchem Wetter, zu attackieren. Macht kaum Fehler, wenn er freie Fahrt hat. Ist aber nicht so stark beim Lesen eines Rennens. Da verlässt er sich ganz auf seine Ingenieure in der Box.

Vorteil: Rosberg (3:1).

Überholmanöver

Rosberg: Da muss er sich steigern. Das einzige Manöver gegen Hamilton in dieser Saison ging schief: Kollision mit dem Teamkollegen beim Großen Preis von Belgien in Spa. Rosberg muss konsequenter werden.

Hamilton: Der Brite gilt als kompromisslosester und bester Überholer im Feld. Das bekam auch Rosberg in dieser Saison schon in Suzuka und Austin zu spüren. Hamiltons Ruf reicht schon fast an den des legendären Ayrton Senna heran. Beim Brasilianer zuckte der Vordermann einst auch zusammen, wenn er einen gelben Helm im Spiegel sah.

Vorteil: Hamilton (2:3).

Abwehr von Überholversuchen

Rosberg: Ist fair und hält cool seine Linie. Denkt sogar an den Gegner, indem er lieber nachgibt statt eine unnötige Kollision zu riskieren. Aber genau das war in dieser Saison im Zweikampf mit Hamilton das Problem.

Hamilton: Will sich partout nicht überholen lassen. Jeden Versuch eines Konkurrenten nimmt er fast persönlich. Dieser Stolz birgt indes auch eine Schwäche: Das Risiko von Kollisionen ist höher als bei Rosberg.

Vorteil: Hamilton (3:3).

Erfahrung

Rosberg: Sehr abgeklärt, fährt bereits seine achte Formel-1-Saison. Aber er hat noch keine Erfahrung mit wichtigen Rennen.

Hamilton: Ist schon einmal Weltmeister geworden und weiß mittlerweile so ziemlich alles, worauf es bei einem Saisonfinale ankommt. 2007 verlor er im entscheidenden Rennen, 2008 holte er den Titel.

Vorteil: Hamilton (4:3)

Mut

Rosberg: Schreckt vor nichts zurück, wenn es dem Ergebnis und dem Erfolg dient. Ist aber zu intelligent, um sein Hirn hundertprozentig auszuschalten – das ist manchmal ein kleiner Nachteil. Er kalkuliert alles, was er macht.

Hamilton: Schert sich um gar nichts, gibt immer Vollgas. Man wird das Gefühl nicht los, dass er sich unverwundbar fühlt. Das spiegelt sich in seiner spektakulären Fahrweise wider.

Vorteil: Hamilton (5:3).

Selbstbewusstsein

Rosberg: Ist überzeugt von sich. Sein scharfer Verstand macht ihn unter anderem besonders stark. Er zweifelt nur ganz selten an den Dingen, die er tut. Nur seine Sensibilität hält ihn manchmal davor ab, arrogant zu sein – was manchmal besser wäre in einem Egomanen-Sport wie der Formel 1.

Hamilton: Kaum zu toppen. Hamilton ist ein Alphatier, in jeder Beziehung. Er zweifelt an nichts, wenn er im Auto sitzt. Sein Motto: „Was ich mache, ist immer richtig.“

Vorteil: Hamilton (6:3).

Nervenstärke

Rosberg: Es war imponierend, wie er in São Paulo dem Druck von Hamilton standhielt und ihn mit seiner Coolness in einen Fehler trieb. Rosberg hat seine Nerven immer im Griff.

Hamilton: Er neigt unter Druck dazu, seine Nerven zu verlieren. 2007 verspielte er deshalb zwei Rennen vor Schluss noch einen 17-Punkte-Vorsprung. 2008 rettete er sich mit einem 5. Platz gerade so zum Titel. Hamiltons Nerven sind deshalb Rosbergs große Chance.

Vorteil: Rosberg (4:6).

Ergebnis

Lewis Hamilton hat nicht nur aufgrund seines Punktevorsprungs einen Vorteil gegenüber Nico Rosberg. Auch seine Fähigkeiten sprechen für ihn (6:4). Rosberg braucht ein kleines Formel-1-Wunder.

Ralf Bach

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