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Sport Überregional Federer nach Turniersieg US-Open-Favorit
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10:11 23.08.2010
Die Formkurve zeigt nach oben: Roger Federer.
Die Formkurve zeigt nach oben: Roger Federer. Quelle: ap
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Titelverteidiger del Potro fehlt, der Weltranglisten-Erste Nadal sucht nach seiner Form - beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres ist Roger Federer der Top-Favorit. Eine Woche vor Beginn der US Open gewann der Schweizer mal wieder ein Turnier - erst das zweite 2010.

Cincinnati/Boston (dpa) - Roger Federer ist „ready“ für seinen sechsten US Open-Titel. Eine Woche vor Beginn des Grand-Slam-Turniers in New York bestand der Tennisprofi aus der Schweiz die Generalprobe und gewann am Sonntag (Ortszeit) zum vierten Mal das ATP-Masters in Cincinnati. In einem ausgeglichenen Endspiel besiegte der Weltranglisten-Zweite den Amerikaner Mardy Fish nach 2:41 Stunden mit 6:7 (5:7), 7:6 (7:1), 6:4 und feierte seinen ersten Turniersieg seit dem Gewinn der Australian Open zu Beginn des Jahres.

„Ich habe schon in den vergangenen beiden Wochen gut gespielt. Das heute war ein weiterer Beweis dafür, dass ich derzeit richtig gut drauf bin. Ich denke, ich habe ein exzellentes Match gespielt“, sagte Federer nach seiner erfolgreichen Titelverteidigung. Neben dem Schweden Mats Wilander ist der 29-Jährige der Einzige, der viermal in „Cincy“ den Titel holte.

Nach seinem enttäuschenden Viertelfinal-Aus in Wimbledon gegen den Tschechen Tomas Berdych hatte er sein Spiel akribisch untersucht und die anschließenden sechs Wochen hart an Verbesserungen gearbeitet. Ergebnis: Federer spielt auf den schnellen nordamerikanischen Hartplätzen spürbar aggressiver, versucht selbst mit seinen Returns sofort Druck auf den Gegner auszuüben.

Seine neue Taktik ging gegen Fish im entscheidenden Moment auf. Nach zuvor vier vergebenen Breakchancen nutzte Federer beim Stand von 4:4 im dritten Satz Möglichkeit Nummer fünf, und nahm dem besten Aufschläger des Turniers (87 Asse) das Service ab.

„Ich hatte von Anfang bis Ende fest daran geglaubt, dass ich gewinne - selbst, nachdem ich den ersten Satz verloren hatte. Das kann manchmal den Unterschied ausmachen“, meinte Federer.

Während Fish nach 2003 erneut als Verlierer vom Platz ging und haderte, bei einigen Aufschlägen des Schweizers nicht aggressiv genug gewesen zu sein, fährt Federer als Favorit nach Flushing Meadows. Der dortige Center Court war bereits in den vergangenen sechs Jahren seine große Show-Bühne. Federer stand seit 2004 jedes Mal im Finale und verlor nur im Vorjahr gegen Juan Martin del Potro. Das kann Federer in diesem Jahr nicht passieren. Der Argentinier del Potro musste seine Teilnahme wegen einer Handgelenks-Verletzung absagen.

Die Weltrangliste

1. (1) Rafael Nadal (Spanien) 10745 Pkt.; 2. (2) Roger Federer (Schweiz) 7215; 3. (3) Novak Djokovic (Serbien) 6665; 4. (4) Andy Murray (Großbritannien) 5125; 5. (5) Robin Söderling (Schweden) 4910; 6. (6) Nikolai Dawydenko (Russland) 4285; 7. (7) Tomas Berdych (Tschechien) 3860; 8. (8) Fernando Verdasco (Spanien) 3430; 9. (13) Andy Roddick (USA) 3225; 10. (9) Juan Martin del Potro (Argentinien) 3170; ...31. (33) Philipp Kohlschreiber (Augsburg) 1315; 44. (45) Florian Mayer (Bayreuth) 995; 48. (51) Michael Berrer (Stuttgart) 942; 51. (48) Philipp Petzschner (Bayreuth) 910; 69. (68) Benjamin Becker (Mettlach) 702; 75. (74) Daniel Brands (Deggendorf) 678; 84. (81) Simon Greul (Kornwestheim) 633; 88. (87) Tobias Kamke (Lübeck) 607; 90. (88) Rainer Schüttler (Korbach) 588; 95. (96) Björn Phau (Weilerswist) 553

dpa