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Sport Überregional Oberligisten planen die neue Eiszeit
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00:25 03.07.2014
Foto: Von links nach rechts: Jochen Haselbacher, Marco Stichnoth und Wolfram Cech.
Von links nach rechts: Jochen Haselbacher, Marco Stichnoth und Wolfram Cech. Quelle: r
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Hannover

Der Mellendorfer Klubchef Jochen Haselbacher, der in den neunziger Jahren den Vorgänger der Hannover Scorpions in die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) führte, muss seine Planung aktuell etwas gehandicapt vorantreiben – wegen eines Rippenbruchs. Haselbacher zog sich diese für Eishockeyspieler typische Verletzung allerdings nicht auf glattem Untergrund zu, sondern bei einem Spaziergang. „Früher habe ich immer gedacht, dass die Eishockeyspieler wehleidig sind. Aber das ist wirklich sehr schmerzhaft“, sagte der frühere CDU-Landtagsabgeordnete.

Immerhin: Die wichtigste Entscheidung hatten Haselbacher und seine Mitstreiter in Mellendorf bereits getroffen – das Wahrnehmen des Aufstiegsrechtes nach langen internen Beratungen. „Wir sind in der Regionalliga überraschend Erster geworden, und nun sind wir in der Oberliga – das ist alles etwas schnell gegangen, nun müssen wir mehr Reisekosten und Verbandsabgaben bezahlen“, sagte der Klubchef. Denn das eigene Konzept sei seit der Neugründung 2008, „dass wir keine Spieler aus aller Welt holen, sondern eigenen Nachwuchs ausbilden wollen. Daher steht das sportliche Abschneiden nicht im Vordergrund, sondern die wirtschaftliche Vernunft.“ Das Durchschnittsalter des Kaders beträgt 22 Jahre, aus dem eigenen Nachwuchs rückt Bastian Schirrmacher auf. „2015 folgen sechs weitere Spieler“, sagte Haselbacher.

Die Indians gehen in die zweite Saison nach ihrem Zwangsabstieg. „Und diese Spielzeit wird schwieriger. Denn im ersten Jahr konnten wir viele Leute mobilisieren, weil es um die Rettung der Indians ging“, sagt Geschäftsführer Wolfram Cech.

Nun steigen die Erwartungen rund um den Pferdeturm an. „Wir wollen aber kleine Schritte gehen, an einen Aufstieg denkt keiner.“ Als Erfolg mit kleinen Schritten bezeichnet er auch die Rückgewinnung von Sponsoren. „Einige steigen nach einer Pause erneut bei uns ein. Wir konnten wieder Vertrauen aufbauen.“ Die Nachfolge des zurückgetretenen Sportdirektors Dirk Marchel soll David Sulkovsky antreten, aber nur wenn er selbst nicht mehr auflaufen kann. „David ist weiterhin auch als Spieler eingeplant. Wenn er nach seiner Verletzung wieder dauerhaft spielen kann, verteilen wir das Amt des Sportdirektors unter uns“, sagte Cech.

Bei den Hannover Scorpions sind die Spieler unter der Leitung von Trainer Lenny Soccio wieder ins Trockentraining eingestiegen – aktuell aber mit einer kleinen Gruppe, zu der auch Justin Spenke, Robin Ringe und Robin Marek gehören, mit denen der Klub die Verträge jetzt verlängert hat. Scorpions-Geschäftsführer Marco Stichnoth beobachtet den Markt, verfällt aber nicht in Aktionismus. „Bei nun drei Vereinen sind regionale Spieler momentan sehr begehrt. Außerdem versuchen viele Spieler in der DEL 2 unterzukommen.

Wenn die DEL 2 dicht ist, fällt vielleicht für uns etwas ab.“ Robin Thomson, ehemaliger DEL-Akteur bei den Scorpions, ist jedoch kein Kandidat mehr, er wechselt zu den Heilbronner Falken. „Das Angebot war für ihn lukrativer“, sagt Stichnoth. Auch Christian Neuert zieht es in Richtung 2. Liga. Kooperationspartner bleibt der EHC Wolfsburg, von dort kommt mit Jimmy Hertel ein starker Neuzugang auf der Torwartposition – der in der vergangenen Saison noch bei den Indians spielte.

Von Stephan Hartung

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