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Sport Überregional Deutschland unterliegt Slowakei mit 2:3
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22:11 13.11.2010
Deutschland hat gegen die Slowakei mit 2:3 verloren.
Deutschland hat gegen die Slowakei mit 2:3 verloren. Quelle: dpa
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Nach dem Coup gegen Kanada hat die Eishockey- Nationalmannschaft beim Deutschland-Cup einen Dämpfer kassiert. Das junge Team von Bundestrainer Uwe Krupp unterlag im zweiten Spiel des Traditionsturniers der Slowakei mit 2:3 (0:1, 0:1, 2:0) nach Verlängerung. Trotz der Pleite hat Deutschland die erfolgreiche Cup- Verteidigung weiter selbst in der Hand - muss nun aber gegen den Erzrivalen aus der Schweiz am Sonntag gewinnen. Die Eidgenossen setzten sich mit 2:1 nach Verlängerung gegen Kanada durch und liegen damit in der Tabelle einen Zähler vor Deutschland.

Gegen den WM-Gastgeber 2011 schwächelten die Deutschen bei der Chancenverwertung, in der Defensive wurde die ersatzgeschwächte Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) bei Fehlern gnadenlos bestraft. Zudem steckte dem Team offensichtlich noch die Partie gegen Kanada (4:3) weniger als 24 Stunden zuvor in den Knochen. „So etwas steckst du auch nicht einfach so weg“, sagte Krupp.

Die Slowakei feierte dagegen den 23. Sieg gegen Deutschland. Radovan Somik war nach 94 Sekunden in der Verlängerung der Matchwinner. Roman Tomanek (20.) hatte die Slowaken nicht unverdient in Führung gebracht. Deutschland blieb vor dem Tor des Weltmeisters von 2002 lange glücklos. Marek Hascak erhöhte auf 2:0 (34.). Die Bemühungen der Deutschen wurden erst im letzten Abschnitt belohnt, als Kai Hospelt per Doppelschlag (44./52.) der Ausgleich gelang. Damit nahmen die Gastgeber zumindest noch einen Punkt mit.

„Nach der Leistung zum Schluss ist es schade, dass wir das Spiel verloren haben. Wir wollen hoffen, dass dieser eine Punkt am Ende noch wichtig für uns ist“, sagte Hospelt. Bundestrainer Krupp lobte die Moral seiner Schützlinge: „Sie haben großartig zurückgekämpft.“

Der Coach hatte seine Mannen vor dem Spiel gewarnt. „Wir werden auf eine höchst motivierte slowakische Mannschaft treffen.“ Nach der Pleite gegen die Schweiz begannen die Slowaken dann auch dynamischer und mit mehr Zug zum Tor. Patrick Ehelechner, der WM-Goalie Dennis Endras turnusmäßig ersetzte, war von Beginn an gefordert.

Die junge deutsche Auswahl benötigte eine Weile, ums ins Spiel zu kommen. War die Mannschaft gegen Kanada noch überragend effektiv, fehlte gegen die Slowakei die Durchschlagskraft. Auch eine 5:3- Überzahl im ersten Drittel blieb ungenutzt. Im zweiten Abschnitt erhöhte das Team den Druck und drängte auf den Ausgleich - erfolglos. Ein schneller Angriff und eine kurzzeitige Unordnung in der deutschen Abwehr nutzten die Gäste clever zum zweiten Treffer.

Die 7100 Zuschauer in der Münchner Olympiahalle mussten bis in den Schlussabschnitt warten, ehe sie jubeln durften. Philip Gogulla bediente Hospelt nach einem Konter mustergültig, und der Wolfsburger verwertete sicher. Als Frank Mauer wegen eines Ellbogenchecks mit einer Spieldauerstrafe vom Eis musste, schwanden die Chancen. Aber Deutschland überstand eine fünfminütige Unterzahl, ehe erneut Hospelt die Halle in Ekstase versetzte. Obwohl es nicht zum Sieg reichte, ernteten die Deutschen von den Fans stehenden Applaus.

dpa