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Sport Überregional Beim Neuling sieht die TSV alt aus
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15:40 26.10.2014
Von Norbert Fettback
Ärgerliches Wiedersehen: Nikolas Katsigiannis, der früher für die TSV spielte, pariert den Wurf von Torge Johannsen.
Ärgerliches Wiedersehen: Nikolas Katsigiannis, der früher für die TSV spielte, pariert den Wurf von Torge Johannsen. Quelle: Schönberger
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Nürnberg

Da war doch schon mal was. Bei einem Aufsteiger hat sich die TSV Hannover-Burgdorf erneut schwergetan. Schon bei der TSG Friesenheim (24:27) war Anfang September nichts zu holen, am Sonnabend gingen die Spieler des Handball-Bundesligisten nach 60 Minuten auch in Nürnberg mit bedröppelten Mienen vom Spielfeld. Gegen den HC Erlangen, einen absoluten Neuling im Oberhaus, unterlag die Mannschaft von Trainer Christopher Nordmeyer mit 29:32 (13:15). Das Ärgerliche daran: Der Sieg der Erlanger, die ihre Heimspiele in der Arena Nürnberg austragen, war in jeder Hinsicht verdient. Anders noch als in Friesenheim, wo die Hannoveraner zumindest über 45 Minuten den Ton angaben.
„Wir waren die schwächere Mannschaft“, sagte Nordmeyer, der zugleich von einer „Riesenenttäuschung“ sprach. Auf keiner Position könne er mit den Leistungen zufrieden sein. „Eine große Chance, in der Tabelle einen Schritt nach vorne zu machen, ist vertan worden “, sagte TSV-Geschäftsführer Benjamin Chatton. Nach dieser Niederlage ist die Punktebilanz wieder negativ (10:12), verbunden damit ist der Rutsch in die untere Hälfte der Rangliste.
Im dritten Spiel in sechs Tagen war das Team aus Hannover im Vergleich zum Pokalfight gegen den HSV Hamburg (28:25) über weite Strecken nicht wiederzuerkennen. Zu den Unzulänglichkeiten, die sich am Mittwoch zeitweise im Angriff einschlichen, kamen diesmal Deckungsschwächen. Mit Folgen. „Die Erlanger haben uns mit ihrer aggressiven 5:1-Deckung über die gesamte Spielzeit große Schwierigkeiten bereitet“, sagte Chatton. „Und in der Abwehr haben wir zu passiv gespielt.“
Ein einziges Mal, beim 8:7 (20. Minute) durch Linksaußen Lars Lehnhoff, lag die TSV in Führung. Dass die Gäste ansonsten auf verlorenen Posten standen, hatte auch mit einem starken Nikolas Katsigiannis zu tun; der Torhüter, der auch schon das hannoversche Trikot trug, bekam von seinem Trainer Frank Bergemann ein Extralob.
Vor allem zwei Spielabschnitte waren letztlich ausschlaggebend für die nicht eingeplante Niederlage. Nach der Zwei-Tore-Führung zur Halbzeit zog der Aufsteiger mit vier Treffern in Folge in nicht einmal vier Minuten auf 19:13 (34.) davon, das Gleiche gelang den Erlangern beim Sprung von 23:20 (45.) auf 27:20 (49.). Nordmeyer ärgerte sich speziell über den misslungenen Start nach der Pause. „Wir hatten da selbst drei klare Chancen, haben die aber nicht genutzt“, sagte er. Dazu zählte ein Siebenmeter, den Lehnhoff an den Pfosten setzte (33.).
Eine zu hohe Belastung aufgrund der englischen Woche kann für den Einbruch nicht ausschlaggebend gewesen sein. „Die Erlanger hatten ein vergleichbares Programm“, sagte Chatton. Um die Gründe herauszufinden und abzustellen, bleibt diesmal mehr Zeit: Erst Mittwoch nächster Woche geht es in der Bundesliga weiter. Eines steht für Nordmeyer bereits fest: Wenn es wieder besser laufen soll, „müssen wir vorne wie hinten mehr Zweikämpfe gewinnen“.
Tore für die TSV: Johannsen (6/davon zwei Siebenmeter), Lehnhoff (6/1), Häfner (5), Hykkerud, Kastening (beide 3), Andreu, Christophersen (je 2), Sevaljevic und Szücs – Strafminuten: Erlangen 14, TSV 12 – Zuschauer: 2750 – Nächstes Spiel: TSV Hannover-Burgdorf – Bergischer HC (5. November, 20.15 Uhr, Swiss-Life-Hall).

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