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Sport Überregional Goldrausch in Russland
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22:26 16.03.2014
Foto: Schwarz, Rot und jede Menge Gold: Die deutsche Mannschaft hat bei den Winter-Paralympics viele Medaillen gewonnen.
Schwarz, Rot und jede Menge Gold: Die deutsche Mannschaft hat bei den Winter-Paralympics viele Medaillen gewonnen. Quelle: dpa
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Sotschi

Auch am Schlusstag der 11. Winter-Paralympics stand im Zeichen der deutschen Frauen. Im Riesenslalom machte Monoskifahrerin Anna Schaffelhuber ihre perfekten Spiele mit dem fünften Gold im fünften Rennen perfekt, Langläuferin Andrea Eskau holte über fünf Kilometer in der sitzenden Klasse ihren zweiten Sieg.Schon am ersten Tag der Spiele hatten die beiden Athletinnen die Glanzpunkte aus deutscher Sicht gesetzt. Den starken Eindruck zum Abschluss rundete zudem Andrea Rothfuss (Loßburg) mit Silber im Riesenslalom der stehenden Klasse ab.

Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS), zog angesichts von neunmal Gold und insgesamt 15 Medaillen für das deutsche Team eine positive Bilanz. „Das hatte ich so nicht erwartet. Für unser kleines, aber feines Team ist das ein sensationelles Abschneiden“, sagte Beucher. Nur 13 DBS-Athleten waren in Sotschi am Start. Dennoch wurde mit neunmal Gold, fünfmal Silber und einmal Bronze der 2. Platz in der Medaillenwertung hinter den überragenden Russen errungen.

Großen Anteil an dieser starken Bilanz hatte auch Eskau, die gestern in der Loipe einen souveränen Erfolg feierte. Für die Skilangläuferin war der Sieg eine besondere Erleichterung, denn dem Auftakterfolg waren zunächst etliche Enttäuschungen gefolgt. Unter anderem sorgten ein Asthma-Anfall und Materialfehler dafür, dass die Diplom-Psychologin in der vergangenen Woche wiederholt den Erwartungen hinterherlief. „Ich glaube, das war Schicksal“, sagte Eskau anschließend. „Vor dem Rennen habe ich gedacht: Wenn Gott mich liebt, dann gleicht er meine schlechten Resultate der vergangenen Woche heute aus. Ich hatte kaum noch Reserven, ich bin unheimlich froh, dass es geklappt hat.“

Kurz nach dem Rennen sorgte die 42-Jährige, die bei Sommerspielen bereits drei Goldmedaillen mit dem Handbike gewonnen hatte, zudem für eine weitere schöne Randnotiz. Auf dem Weg zu ihrem Sieg, sagte Eskau in ihrem offiziellen Statement, habe ihr der Gedanke an einen Menschen ganz besonders geholfen: „Meine Freundin und Lebenspartnerin Amira hat immer an mich geglaubt. Heute bin ich vor allem für sie gelaufen.“ Die Offenheit der seit einem Fahrradunfall querschnittsgelähmten Athletin war ein starkes Zeichen in einem Land, welches „Propaganda nicht-traditioneller sexueller Beziehungen“ per Gesetz verbietet.

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