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Sport Überregional Briatore-Deal ohne Schuldeingeständnis: Sperre endet 2013
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10:45 13.04.2010
Briatore und Symonds dürfen nun bis Ende 2012 keine verantwortliche Position in der Königsklasse übernehmen.
Briatore und Symonds dürfen nun bis Ende 2012 keine verantwortliche Position in der Königsklasse übernehmen. Quelle: dpa (Archiv)
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Im Jahr 2013 darf der frühere Renault-Teamchef Flavio Briatore in die Formel 1 zurückkehren. Der Verband hatte den Italiener verurteilt, weil er 2008 den damaligen Renault-Piloten Nelson Piquet jr. zu einem absichtlichen Crash angestiftet haben soll.

Ein französisches Gericht hatte den lebenslangen Bann jedoch zu Jahresbeginn für ungültig befunden. Im Zuge der Einigung mit Briatore und dem früheren Renault-Chefingenieur Pat Symonds verzichtet die FIA auch auf die angekündigte Berufung. Beide hätten Verantwortung für den fingierten Unfall übernommen, ihre Rolle bedauert und um Entschuldigung gebeten, teilte der Verband mit.

Briatore und Symonds dürfen nun bis Ende 2012 keine verantwortliche Position in der Königsklasse übernehmen. Bis Ende kommenden Jahres bleiben sie auch von allen anderen Rennserien der FIA ausgeschlossen. Ihre Anwälte hatten der FIA den Deal vorgeschlagen. Das Duo will nun auch alle rechtlichen Bemühungen um Schadenersatz einstellen. „Damit beenden wir diese Affäre“, erklärte der Weltverband.

Nach seinem Rauswurf bei Renault im Juli 2009 hatte Rennfahrer Piquet Jr. der FIA den absichtlichen Crash gestanden. Beim ersten Nachtrennen der Formel-1-Geschichte war der Brasilianer in eine Mauer gefahren und hatte so eine Safety-Car-Phase provoziert, die seinem damaligen Teamgefährten Fernando Alonso zum Sieg verhalf.

Briatore wies die Vorwürfe lange Zeit zurück, wurde jedoch von der FIA als Drahtzieher verurteilt. Ein Pariser Gericht monierte allerdings Formfehler, zumal der frühere FIA-Chef Max Mosley zugleich als Kläger und Richter aufgetreten sei. Dies zeige ein „ungenügendes Verständnis der sportrechtlichen Verfahrensweise des Welt- Motorsportrats“, rügte die FIA nun in ihrer Mitteilung. Dennoch kündigte der Verband eine Strukturreform an, um bei künftigen Verfahren „Missverständnisse zu vermeiden“.

Briatore lehnt Schuld-Eingeständnis weiter ab

Flavio Briatore lehnt auch nach dem Deal mit dem Automobil-Weltverband ein Schuld-Eingeständnis im Unfall-Skandal ab. Der Italiener übernehme zwar als ehemaliger Renault-Teamchef Verantwortung für den fingierten Crash von Nelson Piquet jr. beim Formel-1-Rennen in Singapur 2008, sei aber selbst nicht an den Vorgängen beteiligt gewesen, betonten seine Anwälte in einer Mitteilung.

dpa