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Zurück zu den Wurzeln: Steven Allerkamp verstärkt Wendezelle

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16:17 01.09.2020
Steven Allerkamp (am Ball) ist zu seinem Heimatverein TSV Wendezelle zurückgekehrt und möchte mit diesem in der neuen Saison ganz oben mitmischen. Quelle: Foto: Ralf Büchler
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Wendezelle

Zurück auf den Platz seiner Kindheit: Vor zwei Jahren verließ er den TSV Wendezelle in Richtung Landesligist Lehndorfer TSV, nun hat sich Steven Allerkamp in der Sommerpause wieder dem Klub angeschlossen, „bei dem ich meine ersten fußballerischen Erfahrungen gemacht habe“, erklärt der 30-jährige Mittelfeldakteur.

Erfreut ob seiner Heimkehr ist auch der Coach, hat er doch seinen damaligen Kapitän und Taktgeber nur sehr ungern ziehen lassen. „Schön, dass er wieder bei uns ist“, betont Thomas Mainka. Vor allem für den zwischenmenschlichen Bereich sei Allerkamp eine große Bereicherung. „Aber auch in sportlicher Hinsicht ist Steven eine echte Verstärkung. Seine Ballsicherheit und seine Übersicht werden uns enorm weiterhelfen, schließlich wollen wir die Spiele dominieren“, sagt Mainka. Was sich der so hoch Gelobte für die neue Saison vorgenommen hat, erläutert er im Gespräch mit der PAZ.

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Herr Allerkamp, nachdem Sie zwei Jahre für Lehndorf gespielt haben, laufen Sie jetzt wieder für den TSV Wendezelle auf. Wie fühlt sich das an?

Richtig gut. Ich habe mich vor meinem Weggang hier enorm wohlgefühlt und tue es jetzt auch gleich wieder – von der ersten Minute an war ich wieder voll integriert. Es war ein bisschen so, als ob ich nie weg gewesen wäre.

Also ist der TSV eine Herzensangelegenheit.

Auf jeden Fall. Ich bin hier aufgewachsen, habe hier Fußballspielen gelernt und auch fast meine komplette Zeit im Herrenbereich in Wendezelle verbracht – und deswegen bin ich auch sehr gerne wieder zurückgekehrt.

Gab es andere Optionen?

Nein, die kamen für mich auch aus mehreren Gründen nicht in Frage. Schließlich kenne ich in Wendezelle alles, zudem habe ich mich vor zwei Jahren selbstständig gemacht, und vor gut zwei Monaten bin ich auch noch Vater geworden. Somit haben sich die Prioritäten ein wenig verschoben. Fußball spielt zwar noch immer eine wichtige Rolle, aber ich möchte gerne auch möglichst viel Zeit mit meiner Familie verbringen – und da wir in Wendezelle wohnen, habe ich nun wieder kurze Wege zum Platz. Ausschlaggebend für die Rückkehr war aber auch, dass meine Beziehung zu diesem Verein schon eine besondere ist, da ich ihm viel zu verdanken habe.

Besonders ist auch, dass Sie in Ihren zehn Jahren als Herrenspieler beim TSV Wendezelle nur einen einzigen Trainer kennengelernt haben: Thomas Mainka. Gibt es da keine Abnutzungserscheinungen?

Im Prinzip nicht. Es gibt zwar immer mal wieder Situationen oder auch Ansprachen, in denen sich bestimmte Sachen wiederholen oder die man schon gehört hat, aber das ist in einer solch langen Zeit, in der Thomas hier ist, ganz normal. Entscheidend ist, dass er mich und auch die anderen immer noch erreicht. Wäre das nicht der Fall, hätten wir uns auch nicht so lange in der Bezirksliga gehalten – der notwendige Respekt vor ihm ist jedenfalls nach wie vor vorhanden. Und dass die Mannschaft in der vergangenen Saison Zweiter geworden ist, spricht ja auch für ihn.“

Rang zwei – reicht der Ihnen und Ihrer Mannschaft in der neuen Saison?

Rein nüchtern betrachtet würde es nach der Vizemeisterschaft schon etwas seltsam klingen, wenn wir den zweiten Platz als Ziel ausgeben. Zumal es aus der Landesliga keinen Absteiger gegeben hat. Vielleicht könnte man es ja so formulieren: Wir wollen uns im Vergleich zur vergangenen Serie um einen Platz verbessern (lacht). Damit das gelingt, sind jedoch viele Faktoren notwendig.

Welche?

Das Wichtigste ist, dass es in der Saison kaum Verletzungen geben darf und alle richtig fit sind. Ebenfalls ein entscheidender Aspekt wird sein, einen guten Start hinzulegen, gerade weil die Staffel so klein ist – viele Patzer dürfen wir uns nicht leisten, weil man ansonsten schnell hinterherläuft. Außerdem müssen wir unser Potenzial kontinuierlich abrufen. Schaffen wir das, sieht es ganz gut aus für uns. Letztlich muss aber alles passen – und das nötige Glück benötigt man auch, wenn man am Ende der Saison oben stehen möchte.

Von der Konkurrenz wird der TSV Wendezelle hoch gehandelt.

Das ist richtig, aber das bedeutet auch, dass als Mitfavorit für uns der Druck nun ein anderer ist. Die Frage ist, ob und wie es uns gelingt, damit umzugehen – die Nerven werden in der neuen Saison auf jeden Fall eine ganz wichtige Rolle spielen. Und weil wir diesmal zu den Titelkandidaten zählen, werden viele unserer Gegner tiefer stehen und abwartend spielen. Auch damit müssen wir erst einmal klar kommen.

Zudem gibt es viele Derbys, die oftmals Punkte kosten.

Das mag sein, aber ich spiele trotzdem viel lieber gegen Mannschaften und Spieler, die ich kenne, weil mich das mehr motiviert und auch einfach mehr Spaß macht. Und wenn wir hoch wollen, müssen wir uns eben auch in solchen Duellen durchsetzen. Ich möchte an dieser Stelle aber auch betonen, dass der Aufstieg auf gar keinen Fall ein Muss ist. Keiner im Umfeld verlangt von uns, dass wir Meister werden. Wir als Mannschaft allerdings möchten schon den größtmöglichen sportlichen Erfolg haben – und die Chance zum Aufstieg in dieser Saison ist ziemlich groß, so gut wird sie lange nicht mehr sein.

Der Kader des TSV Wendezelle

Zugänge: Steven Allerkamp (Lehndorfer TSV), Niklas Plote (RW Schwicheldt), Ole Kamp (eigene 2. Herren), Johannes Buchenberger, Patrick Woltmann (beide eigene A-Jugend), Sven Balke (Arminia Vechelde A-Jugend), Justin Schellin (SV Lengede A-Jugend).

Abgänge:Sven Kiontke (VfV Borussia 06 Hildesheim), Kevin Maurach (SV Arminia Vechelde), Nico Oppermann (in die eigene 2. Herren), Sascha Rickmann (Fußball-Pause).

Tor: Tim-Niklas Latzel, Gerrit Laubitz, Branco Broschinski.

Abwehr: René Ahlers, Andreas Grünke, Christian Schwan, Simon Walkemeyer, Marcel Kamp, Jonas Pape, Nils Schulze, Bennet Glaesmann, Niklas Plote.

Mittelfeld: Steven Allerkamp, Sven Balke, Johannes Buchenberger, Lars Timpe, Jonas Meth-ner, Niclas Kamp, Erik Plote, Justin Schellin.

Angriff: Felix Schulz, Benjamin Ohmes, Markus Reiff, Ole Kamp, Thomas Erich, Thorsten Erich, Patrick Woltmann.

Trainer: Thomas Mainka.

Co-Trainer:Christian Kamp.

Saisonziel: Die Leistung der vergangenen Saison bestätigen und die jungen Spieler integrieren und weiterentwickeln.

Favoriten: SV Arminia Vechelde und MTV Hondelage.

Von Peter Konrad