Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Sport Regional Wenig Kaffee, viel Konstanz: Bülten II schafft das Aufstiegs-Wunder
Sportbuzzer Sportmix Sport Regional Wenig Kaffee, viel Konstanz: Bülten II schafft das Aufstiegs-Wunder
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
17:40 15.03.2020
Die Luftpistolen-Schützen der SG Bülten II schafften in der Relegation den Aufstieg in die Landesliga. Das Foto zeigt (von links) Dennis Galdia, Dominik Friedhoff, Ann Catrin Siemes, Thomas Fricke, Andreas Kobusch, Christian Bruns und Dirk Hackenberg. Quelle: Foto: Verein
Anzeige
Bülten

Die Bültener staunten über Platz zwei nicht schlecht.„Das war für uns völlig surreal, aber entsprechend groß war die Freude“, sagte Galdia.

Krasser Außenseiter, am Vorabend noch die Jahresversammlung – das SG-Team hatte sich im Kampf der sechs Mannschaften um die drei Landesliga-Tickets keine Chance ausgerechnet. Aber die hat es genutzt! „Wir haben uns nicht verrückt machen lassen, wollten die Relegation nur als externen Trainingstag nutzen und befreit aufschießen“, erklärte Galdia. Dass sich Lockerheit aber schwer verordnen lässt, mussten die Bültener auf dem Stand des Landesschützenbunds in Hannover feststellen. „Dann waren wir doch etwas nervös.“ Die ungewohnte Wettkampf-Stätte trug dazu bei. „Es war relativ dunkel, das Ziel dafür aber relativ hell“, erläuterte Galdia.

Zurechtkommen mussten die Bültener zudem mit dem frühen Wettkampf-Beginn um 9 Uhr. Das hieß nämlich auch: Ganz wenig Kaffee zum Frühstück! „Mich macht Koffein nämlich eher unruhig“, erläuterte Galdia. Am Ende hieß es für die Bültener: Wenig Kaffee, viel Konstanz. Ihr Top-Mannschafts-Ergebnis aus der Meister-Saison verpasste die SG II zwar klar um fast 100 Ring, doch während bis auf Relegations-Dominator SB Gieboldehausen alle Konkurrenten mindestens einen Schützen hatten, der unter 300 Ring blieb, schossen die Bültener alle klar über 300 Ring. Dominik Friedhoff (347) und Dirk Hackenberg (346) erzielten die SG-Bestwerte. Für Teamkollege Dennis Galdia war aber Christian Bruns die größte Überraschung.

Der feierte nämlich als Neuling sein Wettkampf-Debüt und schoss 321 Ring. „Das war sehr gut. Christian hat sehr fleißig trainiert, deshalb wollten wir ihm den Wettkampf als kleines Bonbon ermöglichen. Das hat sich dann auch für uns ausgezahlt“, stellte Teamkollege Galdia erfreut fest, der ebenfalls 321 Ring geschafft hatte. Ann Catrin Siemes komplettierte das Bültener Aufstiegsergebnis mit 317 Ring.

Die Bültener hatten ihre 1652 Ring im Durchgang der ersten drei Teams vorgelegt. Damit führten sie zwar zunächst vor der SG Grohnde und der SSG Großenheidorn. Dass das Ergebnis jedoch auch noch reicht, nachdem die restlichen drei Teams geschossen haben, glaubte Galdia da immer noch nicht. „Dafür war das zu durchwachsen.“ Die Bültener sahen im Zuschauerraum zu, wie der SB Gieboldehausen, SV Florian Göttingen und der SV Holtensen zielten. „Da war uns dann doch schnell klar: Oh, oh, oh – da geht was!“, sagte Galdia.

Und tatsächlich: Es reichte hinter Gieboldehausen (1745) und vor der SG Grohnde (1642) zu Platz zwei. Damit schießt die SG-Reserve künftig nur noch eine Liga unter der SG-Ersten, die in einem Krimi den Klassenerhalt in der Verbandsliga feierte.

Das Ziel für die SG-Zweite ist klar: „Da stapeln wir tief: Der Liga-Erhalt wäre ein Träumchen. Dabei sein ist alles – das soll es aber auch nicht heißen“, betonte Galdia. Er hofft vielmehr, dass sich alle SG-Schützen weiter in ihrer Entwicklung steigern können. Auch dank des gemeinsamen Trainings mit der Ersten. Das fällt wegen der Corona-Virus-Sorge aber erstmal aus. Bis zum 16. April haben auch Bültens Schützen den Schießbetrieb auf ihrem Stand eingestellt. Die Corona-Krise wirkte sich offenbar auch schon auf die Relegation aus. Bezirksliga-Harz-Meister SGes Harlingerode verzichtete auf die Teilnahme. „Es hieß, Schützen des Teams stünden unter häuslicher Quarantäne“, bedauerte Bültens Schütze Dennis Galdia.

Von Christian Meyer

Aus Sorge vor der Verbreitung des Corona-Virus hat der Fußball-Landesverband am Freitag verkündet, den Spielbetrieb bis zum 23. März auszusetzen. Peines Trainer begrüßen das, glauben aber nicht an eine schnelle Wiederaufnahme des Spielbetriebs.

13.03.2020

Wegen der sich zuspitzenden Corona-Virus-Sorge hat der Tischtennis-Landesverband den Spielbetrieb vorerst bis zum 17. April ausgesetzt. Das heißt: Zwangspause auch für alle Peiner Tischtennis-Teams. Ob die Saison noch zu Ende gespielt werden kann, ist mehr als fraglich. Doch trotz Auf- und Abstiegsbangen begrüßen sie den Entschluss.

13.03.2020

Es hätte ein sportliches Schmankerl werden sollen, doch es kam anders: Der Badminton-Landesverband hat das DBV-Ranglistenturnier der Altersklassen U13 bis U19 in Vöhrum abgesagt. Ausrichter VfB/Ski-Club Peine hätte die Einnahmen gut für die hohen Meldegebühren in der 2. Liga gebrauchen können.

13.03.2020