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Sport Regional Trotz Niederlage: MSG Vechelde/Woltorf fühlt sich als Derby-Sieger
Sportbuzzer Sportmix Sport Regional Trotz Niederlage: MSG Vechelde/Woltorf fühlt sich als Derby-Sieger
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15:00 20.03.2019
Angelina Berkhoff (am Ball) und die MSG Vechelde boten dem Zweiten aus Bortfeld lange Paroli, unterlagen aber mit 21:23.
Angelina Berkhoff (am Ball) und die MSG Vechelde boten dem Zweiten aus Bortfeld lange Paroli, unterlagen aber mit 21:23. Quelle: Büchler
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Die SG Zweidorf/Bortfeld II und die SG Adenstedt haben in der Handball-Regionsoberliga der Frauen die erwarteten Siege eingefahren. Der Tabellenzweite aus Bortfeld musste sich beim Außenseiter und Tabellenvorletzten in Vechelde aber mehr strecken, als ihm lieb war – am Ende siegte er mit 23:21.

MSG Vechelde/Woltorf/Lehndorf – SG Zweidorf/Bortfeld II 21:23 (9:13). „Die größere Erfahrung und eine starke Sandra Probst im Tor haben uns den Sieg ermöglicht“, resümierte SG-Trainer Fabian Kracik. In der ersten Viertelstunde lief noch alles nach Plan für die Gäste (7:4). Nach 20 Minuten aber gelang der starken Merle Marks der Ausgleich für die MSG, die anschließend sogar mit 8:7 in Führung ging. Aber die Gäste konnten sich auf ihre Torjägerin Annika Sonnenberg verlassen – zur Pause lag die SG wieder vorn.

Und als Annika Nonn nach dem Seitenwechsel auf 16:10 erhöhte, schien die Entscheidung gefallen zu sein. „Doch wir haben großartig gekämpft, in der Abwehr wenig zugelassen und nie aufgegeben“, sagte MSG-Sprecherin Judith Priebe. Lohn: Zwei Minuten vor Schluss verkürzte Julia Preißner auf 21:22. Dass es bis zum Ende spannend blieb, lag auch an einer starken Torhüterleistung von Emma Fuchs. Dennoch reichte es nicht zum Punktgewinn. „Leider“, bedauerte Priebe, „wenn wir einige Chancen besser genutzt hätten, wäre ein Unentschieden möglich gewesen.“ Doch trotz der Niederlage war die MSG zufrieden. „Wir fühlen uns als Sieger“, erläuterte Priebe.

Gästetrainer Fabian Kracik hingegen schaute sorgenvoll in die Zukunft: „Wenn wir uns in den kommenden Begegnungen so präsentieren, werden wir noch einige Niederlagen einstecken.“

MSG: Marks (6), Preißner (5), Knaup (4/1), Opitz (4), Friese (1), Berkhoff (1).

SG II: Sonnenberg (9/1), Scholz (4), Kamp (3), Malzahn (2/2), Fauteck (2), Litzius (1/1), Nonn (1), Lübke (1).

SG Adenstedt – MTV Braunschweig II 28:25 (16:11). „Der Sieg ist verdient, aber zu knapp ausgefallen“, bilanzierte SGA-Trainer Frank Pfeiffer, dessen Team von Beginn an dominierte und bereits nach zehn Minuten mit 8:4 vorne lag – zur Pause betrug der Vorsprung sechs Tore. Als Anna Bertram vier Minuten nach Wiederbeginn per Siebenmeter auf 21:13 erhöhte, schien die Partie gelaufen zu sein.

Doch die Braunschweigerinnen gaben nicht auf und kämpften sich bis auf einen Treffer heran (22:21). „In dieser Phase haben wir zu viele klare Möglichkeiten nicht genutzt“, monierte Frank Pfeiffer. Die SGA steigerte sich danach jedoch wieder und fuhr letztlich ungefährdet beide Zähler ein.

SGA: Zellmann (9), A. Bertram (8/6), Schulze (3), Wittenberg (3), Hoffmann (3), Rieck-Mai (1), Teichmann (1).

MSG Vechelde/Woltorf/Lehndorf – SG Adenstedt (Mittwoch, 19 Uhr). Beide Teams haben das gleiche Ziel: Sie wollen den Schwung und das gewonnene Selbstvertrauen vom vergangenen Wochenende mit ins Derby nehmen. „Mit einem Sieg können wir uns weiter im Tabellenmittelfeld etablieren“, sagt SGA-Trainer Frank Pfeiffer. Er muss auf die verletzte Elisa Hickmann sowie Nathalie Kegelmann, Denise Hickmann und Julia Klimke verzichten.

„Wir sind von unserer Leistung gegen Bortfeld begeistert gewesen“, erklärt MSG-Sprecherin Annika Behrend, deren Team am Mittwoch nachlegen möchte. „Wir wollen dem Favoriten aus Adenstedt das Leben schwer machen.“

Von Hartmut Butt