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Sport Regional Topspiel-Sieg mit Schrecksekunde: VfB/Ski-Club behält die Nerven
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16:57 26.11.2019
Glückwunsch: Lucas Gredner (links) und Lukas Behme klatschen sich ab, sie gewannen ihr Doppel trotz Verletzungshandicaps. Quelle: Foto: Ralf Büchler
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Gifhorn

Ein Hechtsprung mit Folgen: Weil bei Kapitän Lucas Gredner im Herren-Doppel eine Adduktoren-Verletzung wieder aufbrach, mussten die Badminton-Regionalliga-Asse des VfB/Ski-Clubs ausgerechnet im Topspiel gegen den BV Gifhorn ihr Mixed kampflos abgeben. Doch die Peiner behielten im Krimi die Nerven und wiederholten ihren 5:3-Hinspiel-Erfolg auch auswärts. „Aber es war ein Sieg mit Schrecksekunde“, bilanzierte VfB/SC-Trainer Heiner Brandes. Jetzt ist er sich ziemlich sicher, dass er mit seiner Mannschaft den Betriebsunfall Zweitliga-Abstieg gleich wieder ausbügelt. „2. Liga – zu 90 Prozent sind wir nächste Saison dabei“, sagte Brandes angesichts des Vier-Punkte-Vorsprungs vor den Gifhornern.

BV Gifhorn – VfB/Ski-Club Peine 3:5 (7:12). Rund 50 Peiner Fans unterstützten ihr Team im Gipfeltreffen. Die Eltern von Frank Juchim waren sogar aus Oldenburg angereist, die Mutter von Nadine Cordes kam extra aus Schleswig-Holstein. Doch nicht nur das spornte den Tabellenführer an, er wollte die Super-Heimserie der Gifhorner brechen, die seit zwei Jahren kein Spiel mehr in eigener Halle verloren hatten. Es klappte trotz Schrecksekunde!

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Denn Lucas Gredner hatte sich Mitte des zweiten Satzes im ersten Herren-Doppel mit Lukas Behme nach einem Hechtsprung erneut an den Adduktoren verletzt. Doch mit ihrer ganzen Routine schaukelten die beiden noch einen 25:23-Sieg zum Zweisatz-Erfolg gegen Wolf-Dieter Papendorf und Yannik Joop ins Ziel. „Bis dahin waren die beiden ein wahnsinniges Tempo gegangen. Nach der Verletzung haben sie die Partie super verwaltet“, schwärmte Peines Trainer Heiner Brandes.

Für das Mixed musste Lucas Gredner aber passen. Gerade das Mixed! Das hatten die Peiner fest als Punkt eingeplant. Und so mussten sie nach einer 3:1-Führung mehr um den Erfolg bangen, als ihnen lieb war. Doch die Peiner behielten die Nerven. Nadine Cordes und Laura Gredner dominierten das Damen-Doppel. „Die beiden hatten jüngst auch die deutsche Rangliste gespielt und das Tempo von dort mit in ihr Spiel rüber genommen. Und Nadine hat überragend geackert“, lobte Coach Brandes.

Wenn es eng wurde, konnte Spitzenspieler Krzysztof Jakowczuk immer noch eine Schippe drauflegen und feierte so einen 21:17, 24:22-Erfolg gegen Gifhorns Kapitän Dennis Friedenstab. „Sein Gegner war stehend k.o.. Und wenn es eng war, hat Krzyzstof den Ball runtergezogen und den Punkt gemacht“, stellte Brandes fest.

Frank Juchim ließ bei seinem Zweisatz-Erfolg gar nichts anbrennen. Und Niklas König drehte mit zwei beeindruckenden Sätzen noch einen 0:1-Rückstand gegen Patrick Thöne. „Das war typisch König, er braucht fast immer drei Sätze“, merkte Brandes schmunzelnd an. Doch der Peiner spielte noch seine konditionellen Vorteile aus und attackierte erfolgreich nach langen und hohen Bällen in die Vorhand – der Sieg war perfekt.

Direkt nach der Partie verabredete sich das Peiner Team dazu, langsam die Planungen für die 2. Liga zu starten. Doch 100-prozentig sicher sei der Aufstieg noch nicht, mahnt Brandes. „Eine kleine Stolpergefahr gibt es gegen ein paar Gegner noch.“

Spiele: Wolf-Dieter Papendorf/Yannik JoopLukas Behme/Lucas Gredner 8:21, 23:25; Benjamin Dieckhoff/Dennis FriedenstabKrzysztof Jakowczuk/Niklas König 21:19, 19:21, 21:19; Karen Radke/Larina Tornow – Nadine Cordes/Laura Gredner 14:21, 12:21; Dennis FriedenstabKrzysztof Jakowczuk 17:21, 22:24; Patrick ThöneNiklas König 22:20, 14:21, 12:21; Schmidt – Juchim 13:21, 14:21; Lea DinglerNadine Cordes 13:21, 21:14, 21:12; Wolf-Dieter Papendorf/Larina Tornow – Lucas Gredner/Laura Gredner 21:0, 21:0 kampflos.

Von Christian Meyer