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18:23 18.03.2020
Essinghausens Fußball-Trainer Adrian Berendt verbrachte seine Flitterwochen mit seiner Frau Kristin in Brasilien. Die Rückreise gestaltete sich wegen der Corona-Krise jedoch als schwierig.  Quelle: privat
Kreis Peine

Wann und wie die Peiner Sportler zurück nach Deutschland kommen, ist noch unklar.

Keglerin Sandra Lohmann

Als ein Hubschrauber über der Hotelanlage auf Gran Canaria kreiste, staunte Flotte-Neun-Keglerin Sandra Lohmann nicht schlecht. Auf den zu Spanien gehörenden kanarischen Inseln wird knallhart kontrolliert, ob Urlauber und Einheimische die Ausgangssperre einhalten, die das Land wegen der Corona-Krise verhängt hat. „Die Polizei holt dich vom Strand weg, vom Fahrrad, ja sogar aus dem Pool wurden Leute geholt. Und die Strafen sind hier nicht ohne. Flugzeuge kontrollieren aus der Luft, das Militär fährt mit Durchsagen durch die Straßen“, schildert sie. Ihren Urlaub hatte sich die Peinerin anders vorgestellt. Sie wollte in den Bergen die Aussicht genießen, in Las Palmas eine beliebte Tapas-Nacht mitmachen, um die berühmten Dünen von Maspalomas laufen. Doch die Realität sieht so aus: Die einstige Bundesliga-Keglerin darf die Hotelanlage nicht verlassen. „Wir sind in einer Bungalow-Anlage – zum Glück. Denn so haben wir eine Terrasse und können zumindest die Sonne genießen.“ Von Freunden aus Deutschland habe sie zwar gehört, es könne schlimmer sein, doch was an den Nerven nagt, sei die Ungewissheit, ob und wann ein Flieger sie zurück nach Deutschland bringt. Immerhin ums Essen muss sich die Peinerin erstmal nicht sorgen: „Zum Glück gibt es hier einen deutschen Schlachter, bei dem wir uns bis Freitag erst einmal eingedeckt haben.“

Fußballer Adrian Berendt

Neun Tage Rio, ein Tag brasilianische Karibik, zwei Tage an den Wasserfällen von Iguacu – Essinghausens Fußball-Trainer Adrian Berendt und seine Frau Kristin erlebten traumhafte Flitterwochen in Brasilien. Sie badeten unterm Wasserfall, wanderten durch den Dschungel, fütterten Weißbüschel-Affen, waren glücklich. Nur das Happy End fehlt noch – die Heimreise. „Nach Hause kommen, das ist unsere Hauptsorge, unser Problem. Das ist nämlich echt schwierig“, sagt der TSV-Coach, der bis vor wenigen Tagen noch froh war, in Brasilien wenig bis gar nichts mit der Corona-Virus-Krise zu tun zu haben. Doch das änderte sich abrupt.

Ihr für Donnerstag geplanter Rückflug wurde gestrichen. Wie es weitergeht? Völlig unklar. „Wir erreichen niemanden, weder die Fluggesellschaft noch das Auswärtige Amt. Wir wissen nicht, ob wir unser Hotelzimmer für weitere Nächte buchen müssen und wer die Kosten trägt“, bedauert Adrian Berendt. In den letzten zwei Tagen sei die Corona-Angst dann aber auch in Brasilien zunehmend sichtbar geworden. „Die Leute desinfizieren sich wie verrückt, viele tragen Atemmasken, an den Flughäfen gibt es Durchsagen“, schildert der TSV-Coach. Vor Apotheken bilden sich Schlangen, touristische Ziele werden geschlossen. An der Grenze zu Paraguay kaufen Einreisende den Einheimischen Lebensmittel weg, das ärgert die Brasilianer. „Da gab es erste Streitigkeiten.“ Um die Versorgung bangt Adrian Berendt in Rio nicht. „Wir wollen einfach nur schnellstmöglich heimkommen.“

Die Badminton-Asse Lucas Gredner und Nadine Cordes

Die Tierwelt im Regenwald beobachten, am Vulkan wandern, im Goldmuseum staunen oder einfach nur am weißen Traumstrand entspannen – Die Peiner Badminton-Zweitliga-Spieler Lucas Gredner und Nadine Cordes hätten bei ihrer Rundreise durch Costa Rica viel erleben können und wollen. „Wir haben uns ewig auf diesen Urlaub gefreut, deshalb ist die Situation gerade extrem frustrierend“, sagt der gebürtige Hohenhamelner. Denn er pendelt mit seiner Freundin derzeit in der Hauptstadt San José nur zwischen zwei Orten – dem Hotel und dem Flughafen. Den gebuchten Geländewagen holten sie gar nicht erst ab. „Wir versuchen, zurück nach Deutschland zu kommen, weil uns das geraten wurde“, erläutert Gredner. Doch genau das ist derzeit für die beiden fast so schwierig wie der angepeilte Klassenerhalt für den VfB/Ski-Club Peine in der 2. Liga. Wer aus Costa Rica nach Deutschland fliegen will, muss zwischenlanden, in der Regel in der Dominikanischen Republik. Die erlaubt das derzeit wegen der Corona-Krise aber nicht.

Das Peiner Badminton-Paar hat nun eine andere Hoffnung: Die Rückreise über Amerika. „Doch das ist uns erst erlaubt, wenn wir 14 Tage außerhalb eines Schengen-Staates waren“, erläutert Gredner. Das ist für die beiden erst Donnerstag der Fall. Und ob die Rückreise-Ungewissheit dann geklärt ist, ist noch völlig unklar. Lucas Gredner und Nadine Cordes tragen es trotz aller Enttäuschung über ihren geplatzten Abenteuer-Traum-Urlaub mit Fassung: „Natürlich sind wir enttäuscht, aber es ist noch lange kein Weltuntergang. Uns geht es gut!“, betont Gredner. Und den ersten Teil ihrer 20-tägigen Reise konnten sie ja schon genießen: Die Strände in Mexico waren herrlich.

Von Christian Meyer

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